Das Gesundheitswesen
in der Schweiz
2007
Bevölkerungsmeinung
Hohe Qualität oder tiefe Kosten
Nach Oben
Klares Bekenntnis zur Qualität im Gesundheitswesen
Die Stimmberechtigten messen der Qualität im Gesundheitswesen eine immer grössere Bedeutung bei. Obwohl die hohen Kosten des Gesundheitswesens zu Klagen Anlass geben und als hohe Belastung wahrgenommen werden, wünschen sich die Schweizerinnen und Schweizer ein qualitativ hochstehendes Gesundheitswesen. Für 88 Prozent ist die Qualität der Gesundheitsversorgung ein
zentrales Anliegen. Nur 9 Prozent gäben einer deutlichen Orientierung an den Kosten den Vorzug. Die Stimmberechtigten wollen zwar nach wie vor im Gesundheitswesen sparen, sind aber nicht bereit, dies mit Qualitäts- und Leistungseinbussen zu bezahlen, im Gegenteil: auf der Nachfrageseite wird wieder mehr Leistung und Qualität gefordert.
Hohe Qualität oder tiefe Kosten
Quelle: Forschungsinstitut gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2007 (N = 1228).
PDF (24 KB)
PPT (144 KB)
Regulierung durch den Markt oder durch den Staat
Nach Oben
Mehr Regelung durch den Markt
In die Einstellungen der Schweizerinnen und Schweizer zum Gesundheitswesen ist Bewegung gekommen. Die Skepsis gegenüber den staatlichen Regelungen des Gesundheitswesens wächst. Parallel dazu nimmt die Präferenz der Stimmberechtigten für mehr Markt kontinuierlich zu. 71 Prozent befürworten eine Regulierung des Gesundheitswesens mehr durch den Markt als den Staat. Nur 25 Prozent sind dafür, dass das Gesundheitswesen mehr durch den Staat als den Markt gesteuert wird. Mehr Markt bezieht sich vor allem auf die Angebotsseite im Gesundheitswesen. Verbunden mit dem Wunsch nach mehr Markt, ist die Hoffnung, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu drosseln.
Regulierung durch den Markt oder durch den Staat?
Quelle: Forschungsinstitut gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2007 (N = 1228).
PDF (24 KB)
PPT (136 KB)
Haltung gegenüber Massnahmen zur Kostensenkung
Nach Oben
Senkung der Gesundheitskosten, aber möglichst ohne persönliche Einschränkung
Die Bereitschaft der Schweizerinnen und Schweizer, persönliche Einschränkungen hinzunehmen, wenn dadurch die Kosten gesenkt würden, ist gegenüber dem Vorjahr weiter zurückgegangen. Nicht verzichten möchten die Stimmberechtigten insbesondere auf den ungehinderten Zugang zu neuen Medikamenten und Behandlungsformen. 66 Prozent der Stimmberechtigten möchten darauf nicht verzichten. Nur gerade fünf (2006: elf) von hundert Stimmberechtigten wären sofort bereit, die freie Spitalwahl aufzugeben. Rund ein Drittel könnte sich je nach Höhe der Kostenreduktion allenfalls dazu entschliessen. Auch die Einschränkung der freien Arztwahl findet keine Mehrheit. So kommt für 63 Prozent eine Beschneidung der freien Arztwahl nicht in Frage.
Haltung gegenüber Massnahmen zur Kostensenkung
Quelle: Forschungsinstitut gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2007 (N = 1228).
PDF (36 KB)
PPT (184 KB)
Eigenverantwortung bei Bagatellerkrankungen
Nach Oben
Mehr Eigenverantwortung bei Bagatellerkrankungen
Ein genereller Leistungsabbau bei der Grundversicherung findet keine Mehrheit bei den Stimmberechtigten. Bereitschaft zum Leistungsverzicht wird aber fallweise durchaus befürwortet: beispielsweise bei Bagatellerkrankungen. 62 Prozent der Befragten sind damit einverstanden, dass Medikamente für Bagatellerkrankungen nicht mehr von den Krankenkassen vergütet werden sollen.

An Akzeptanz gewonnen hat auch das Bonus-Malus-System, mit dem gesundheitsförderndes und damit kostensparendes Verhalten belohnt werden soll. 72 Prozent befürworten dieses voll oder eher; 26 Prozent sind dagegen. Die Hälfte der Stimmberechtigten befürwortet tendenziell eine höhere Prämienbelastung bei Suchtverhalten wie Rauchen.
Eigenverantwortung bei Bagatellerkrankungen
Quelle: Forschungsinstitut gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2007 (N = 1228).
PDF (24 KB)
PPT (140 KB)
Krankenkassen und Alternativmedizin
Nach Oben
Alternativmedizin in die Zusatzversicherung
Fallweise befürworten die Stimmberechtigten das Prinzip der grösseren Eigenverantwortung. Bei der Alternativmedizin beispielsweise sind die Befragten mehrheitlich der Auffassung, dass diese in die ambulante Zusatzversicherung und nicht in die Grundversicherung gehört. Dies gilt sowohl für die ärztliche als auch die nicht ärztliche Alternativmedizin. Nur knapp ein Viertel wünscht, die ärztliche Alternativmedizin in die Leistungen der Grundversicherung aufzunehmen; bei der nicht ärztlichen wünschen dies 15 Prozent der Stimmberechtigten.
Krankenkassen und Alternativmedizin
Quelle: Forschungsinstitut gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2007 (N = 1228).
PDF (24 KB)
PPT (248 KB)
 
Nach Oben