Darstellungstexte – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de Fri, 26 Oct 2018 13:05:52 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 https://segu-geschichte.de/wp-content/uploads/2017/09/cropped-segugeschichtelogo2-32x32.jpg Darstellungstexte – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de 32 32 Völkermord an den Armeniern | Streit um ein Wort https://segu-geschichte.de/voelkermord/ Wed, 16 Nov 2016 09:38:50 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=3675 Erster Weltkrieg | Modul 9 | Verstehen und Urteilen | Streit um Geschichte | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min Tsitsernakaberd | Denkmal an den Armenier-Genozid, Foto 2015 | Vergrößerte Bildansicht und Bildnachweis (Soghomon Matevosyan, Tsitsernakaberd 102, CC BY-SA 4.0, Wikimedia): Bild anklicken   Das 20. Jahrhundert war geprägt durch zahlreiche gewaltsame Ereignisse. Nicht nur die beiden Weltkriege forderten viele Millionen Tote. Übersteigerter Nationalismus und rassistische Ideologien führten seit Beginn des Jahrhunderts zur Auslöschung von Menschengruppen nur aufgrund ihrer nationalen oder ethnischen Herkunft oder ihrer Religion, die auf Anordnung der Regierung eines Staates systematisch ermordet wurden. Das bekannteste Beispiel ist der Holocaust an den europäischen Juden in den Jahren 1941 bis 1945. Andere Beispiele solcher systematischen Massentötungen sind die Deportationen und ... weiterlesen ...

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Erster Weltkrieg | Modul 9 | Verstehen und Urteilen | Streit um Geschichte | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min

Armenier GenozidTsitsernakaberd | Denkmal an den Armenier-Genozid, Foto 2015 | Vergrößerte Bildansicht und Bildnachweis (Soghomon Matevosyan, Tsitsernakaberd 102, CC BY-SA 4.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

Das 20. Jahrhundert war geprägt durch zahlreiche gewaltsame Ereignisse. Nicht nur die beiden Weltkriege forderten viele Millionen Tote. Übersteigerter Nationalismus und rassistische Ideologien führten seit Beginn des Jahrhunderts zur Auslöschung von Menschengruppen nur aufgrund ihrer nationalen oder ethnischen Herkunft oder ihrer Religion, die auf Anordnung der Regierung eines Staates systematisch ermordet wurden. Das bekannteste Beispiel ist der Holocaust an den europäischen Juden in den Jahren 1941 bis 1945. Andere Beispiele solcher systematischen Massentötungen sind die Deportationen und Massentötung der Armenier im Osmanischen Reich 1915/16, die „Killing Fields“ der Roten Khmer in Kambodscha 1975 bis 1979 oder die Ermordung Tutsi in Ruanda 1994.

Darüber, ob solche Ereignisse auch als Völkermord (oder Genozid) bezeichnet werden, gibt es häufig Streit. Während der Holocaust (von wenigen Holocaust-Leugnern abgesehen) oder die Ermordung der Tutsi in Ruanda als Völkermorde bezeichnet werden und anerkannt sind, gibt es bis heute intensive Debatten darüber, ob die Deportationen und Massentötung der Armenier (und auch der Assyrer und Aramäer) während des Ersten Weltkriegs Völkermord genannt werden soll oder nicht. Eine Massentötung als Völkermord zu bezeichnen, ist nicht nur eine moralische Frage oder eine historische Interpretation. Unter dem Eindruck des Holocausts verabschiedete die UNO 1948 die Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide. Die UNO, das Europäische Parlament und viele Staaten haben die die Ereignisse von 1915/16 auf Grundlage der UN-Konvention rückwirkend als Völkermord anerkannt. Erfolgt eine solche Anerkennung, ergeben sich für die Täter bzw. Täterstaaten immer auch rechtliche Konsequenzen: Sie können vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt werden oder müssen Entschädigungen an die Opfer zahlen. Deshalb gibt es Personen, Staatsregierungen oder Institutionen, die es strikt ablehnen, die Ereignisse von 1915/16 als Völkermord zu bezeichnen und anzuerkennen. Auch die Bundesrepublik Deutschland hat eine offizielle Anerkennung lange abgelehnt. Im Juni 2016 hat der Bundestag in einer Resolution den Begriff „Völkermord“ offiziell verwendet – die Bundesregierung allerdings vermeidet den Begriff bis heute.

Im April 2015 jährte sich der Beginn der Deportationen und der Massentötung der Armenier zum 100. Mal. Anlässlich des Jahrestages gab es zahlreiche Gedenkfeiern. Viele Politiker und andere Persönlichkeiten haben sich zu den Ereignissen geäußert. In den Berichten über die Gedenkfeiern und Reden spielte eine Frage immer eine besondere Rolle: Wird vom Völkermord gesprochen oder nicht? In diesem Modul sollst du herausfinden, warum Ereignisse der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein Streit auslösen können.

 

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Stichworte zum Modul Streit um ein Wort Völkermord | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Armenier | Genozid an den Armeniern | Gauck | Erdogan | Franziskus | Steinmeier

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Leben auf der Burg | „Ein düstrer Zauber…“?  https://segu-geschichte.de/burg/ Mon, 24 Oct 2016 17:56:05 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=15289 Lebenswelt Mittelalter | Modul 6 | Geschichtsbilder hinterfragen | Alltag | ◻◻ mittel | ca. 40 min Adolf Lehmann: Ritterburg im XIII. Jahrhundert | Schulschaubild von 1880 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Viele Menschen fasziniert das Mittelalter: Burgfeste und Mittelaltermärkte ziehen tausende Besucher an. Bereits im 19. Jahrhundert gab es eine erste Welle der Mittelalter-Begeisterung. Besonders die Romantiker des frühen 19. Jahrhunderts verklärten das angeblich goldene Mittelalter. Die mittelalterliche Burg wurde zu dem Symbol dieses positiven Mittelalter-Bildes. Über eintausend Burgen sind in Deutschland – wenn auch meist nur als Ruinen – erhalten geblieben. Sie finden sich auf zahllosen romantischen Gemälden. Einige der Burgruinen wurden im 19. Jahrhundert auch wieder aufgebaut. In folgender Textquelle kommt der Burgenforscher Bodo ... weiterlesen ...

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Lebenswelt Mittelalter | Modul 6 | Geschichtsbilder hinterfragen | Alltag | ◻◻ mittel | ca. 40 min

burgAdolf Lehmann: Ritterburg im XIII. Jahrhundert | Schulschaubild von 1880 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Viele Menschen fasziniert das Mittelalter: Burgfeste und Mittelaltermärkte ziehen tausende Besucher an. Bereits im 19. Jahrhundert gab es eine erste Welle der Mittelalter-Begeisterung. Besonders die Romantiker des frühen 19. Jahrhunderts verklärten das angeblich goldene Mittelalter. Die mittelalterliche Burg wurde zu dem Symbol dieses positiven Mittelalter-Bildes.

Über eintausend Burgen sind in Deutschland – wenn auch meist nur als Ruinen – erhalten geblieben. Sie finden sich auf zahllosen romantischen Gemälden. Einige der Burgruinen wurden im 19. Jahrhundert auch wieder aufgebaut. In folgender Textquelle kommt der Burgenforscher Bodo Ebhardt zu Wort, der als Architekt am Wiederaufbau der Burgen beteiligt war. Sein Buch über „Deutsche Burgen“ von 1898 (aus dem das folgende Zitat stammt)  war damals ein Bestseller. Versuche, die sechs Adjektive richtig einzusetzen.

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aus: Bodo Ebhardt: Deutsche Burgen, Berlin 1898, S. Vf.

 

cochem
Reichsburg Cochem | Luna04~commonswiki assumed, Reichsburg Cochem, CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia)
disney
Disneyland Florida | Childzy at en.wikipedia, Cinderella castle 2008, CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia)

Solche im Text genannten Vorstellungen prägen bis heute unsere Bilder vom Mittelalter, der mittelalterlichen Burg und dem Alltagsleben in den Burgen.

Das lässt sich anhand der beiden Fotos verdeutlichen. Sie zeigen erstens die Reichsburg in Cochem, von der im 19. Jahrhundert nur einige Ruinen erhalten geblieben waren. Zwischen 1874 und 1877 wurde eine „neue“ Burg errichtet – nicht im mittelalterlichen, sondern im romantisierenden Stil des 19. Jahrhunderts. So verspielt und voller Türme und Türmchen hat die Burg im Mittelalter nie ausgesehen! Von der Reichsburg Cochem ist es dann nur noch ein ziemlich kleiner Schritt hin zu Cinderella Castle im Disneyland.

Bodo Ebhardt behauptete oben über die Burgen und das Mittelalter, es seien „Zeiten der Ritter und Sänger, an Fehde und Tournier, an holde Burgfrauen und Minnedienst“ gewesen. Das klingt nach einem fröhlichen und angenehmen Leben auf der Burg. 

 

Aufgaben

Lies dir die beiden folgenden Texte durch: erstens eine Textquelle: den Brief des Humanisten und Dichters Ulrich von Hutten aus dem frühen 16. Jahrhundert über den Alltag auf einer Burg, zweitens eine Darstellung: den Auszug aus einem Aufsatz der Mittelalterhistorikerin Elsbeth Orth über Ritter und Turniere aus dem Jahr 1985. Ordne auch hier die sechs Adjektive richtig zu.

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Die Quelle von 1518 stammt aus der frühen Neuzeit, aber ähnliche Berichte aus dem Mittelalter sind nicht überliefert. Das Leben auf der Burg wird in den Jahrhunderten  zuvor nicht viel anders gewesen sein | Zitiert nach: Otto Borst: Alltagsleben im Mittelalter, Frankfurt/Main 1983, S. 95

 

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Elsbet Orth, Ritter und Burg, in: Josef Fleckenstein (Hrsg.), Das ritterliche Turnier. Beitrage zu einer vergleichenden Formen- und Verhaltensgeschichte des Rittertums, Göttingen 1985, S. 19-74, hier S. 71f.

 

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Stichworte zum Modul Leben auf der Burg | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Ritter | Turniere | Geschichtsbild | Mittelalter

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Versailler Vertrag | „Eine Ordnung des Friedens“? https://segu-geschichte.de/versailler-vertrag/ Fri, 17 Jun 2016 11:13:16 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=12836 Weimarer Republik | Modul 3 | Quellen untersuchen: Textquellen | Perspektiven | Friedensordnungen | ◻◻◻ schwer | ca. 50 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min Unbekannter Fotograf: Ratifizierung des Versailler Vertrags im Spiegelsaal von Versailles am 28. Juni 1919 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Im Waffenstillstandsabkommen von Compiègne (ein Ort in der Nähe von Paris) gestand das deutsche Militär am 11. November 1918 seine Niederlage ein. Durch das Abkommen wurden die Kampfhandlungen des Erstens Weltkriegs eingestellt. Offiziell beendet war der Krieg aber erst nach Abschluss der sogenannten Pariser Vorortverträge, in denen die Bedingungen für die Friedensschlüsse mit den fünf Kriegsverlierern (Deutsches Reich, Österreich, Ungarn, Bulgarien und Osmanisches Reich) festgelegt wurden.  Im Schloss von ... weiterlesen ...

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Weimarer Republik | Modul 3 | Quellen untersuchen: Textquellen | Perspektiven | Friedensordnungen | ◻◻◻ schwer | ca. 50 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min

Unbekannter Fotograf: Ratifizierung des Versailler Vertrags im Spiegelsaal von Versailles am 28. Juni 1919 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Im Waffenstillstandsabkommen von Compiègne (ein Ort in der Nähe von Paris) gestand das deutsche Militär am 11. November 1918 seine Niederlage ein. Durch das Abkommen wurden die Kampfhandlungen des Erstens Weltkriegs eingestellt. Offiziell beendet war der Krieg aber erst nach Abschluss der sogenannten Pariser Vorortverträge, in denen die Bedingungen für die Friedensschlüsse mit den fünf Kriegsverlierern (Deutsches Reich, Österreich, Ungarn, Bulgarien und Osmanisches Reich) festgelegt wurden. 

Im Schloss von Versailles berieten die Westmächte (einschließlich der USA), wie das Deutsche Reich für den Ersten Weltkrieg zur Verantwortung gezogen werden sollte. Während Frankreich, das am meisten unter dem Krieg zu leiden hatte (die meisten Kampfhandlungen fanden auf französischem Boden statt), Deutschland hart bestrafen wollte, zielten Amerikaner und Briten darauf, eine möglichst stabile Nachkriegsordnung zu schaffen und die Kriegsverlierer nicht zu sehr zu schwächen und zu demütigen. Der Versailler Vertrag war ein Kompromiss zwischen diesen beiden Positionen. Einerseits wurde das Deutsche Reich erheblich geschwächt, andererseits blieb es als Staat und europäische Großmacht bestehen.

Die Diskussion, ob der Vertrag angenommen werden sollte oder nicht, wurde in der deutschen Politik und Öffentlichkeit sehr kontrovers geführt. Reichsministerpräsident (so hieß das Amt des Reichskanzlers vor der Verabschiedung der Weimarer Verfassung) Philipp Scheidemann sagte im Mai 1919: „Wer kann als ehrlicher Mann, ich will gar nicht sagen als Deutscher, nur als ehrlicher vertragstreuer Mann, solche Bedingungen eingehen? Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in diese Fesseln legt?‘“ – und trat vor der Unterzeichnung von seinem Amt zurück. Am 23. 1919 Juni beschloss die Nationalversammlung dennoch dem Vertrag zuzustimmen. Am 28. Juni schließlich wurde er in Versailles von einer Delegation der Reichsregierung unterzeichnet.

In diesem Modul lernst du die Grundzüge des Versailler Vertrags und seine Beurteilung in den Augen wichtiger Politiker im Jahr 1919 kennen. War der Vertrag eine gelungene „Ordnung des Friedens“ – wie sie sich der britische Premierminister David Lloyd George (siehe Quelle 2) wünschte?

 

Bildnachweis Karte: Matthias Küch, Versailler Vertrag, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia)

 

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Video-Tipp

Du willst noch mehr über den Versailler Vertrag wissen? Dann kannst du das Video Endlich Frieden? auf der Seite von musstewissen Geschichte anschauen. Es dauert etwas mehr als 8 Minuten. [externer Link: funk/ZDF]

 

Stichworte zum Modul Versailler Vertrag | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Friedensvertrag von Versailles | Friedenordnung | Wilson | Lloyd George

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Bellum iustum – gerechter Krieg? https://segu-geschichte.de/gerechter-krieg-urteile/ Wed, 02 Dec 2015 14:26:16 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=7620 Römische Antike | Modul 6 | Quellen und Deutungen von Historikern vergleichen | Verstehen und Urteilen | Krieg ◻◻◻ schwer | ca. 40 min Die Statue Gaius Julius Caesar entstand erst im 1. Jahrhundert n. Chr., also einige Jahrzehnte nach Caesars Tod | Foto von 2012 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Achtung! | Bevor du dieses Modul anfängst, solltest du das Modul Caesars Krieg gegen die Helvetier bearbeitet haben.   Im vorherigen Modul hast du erfahren, wie Caesar seinen Krieg gegen die Helvetier rechtfertigte. Im Laufe der sich anschließenden Gallischen Kriegen (59 bis 51 v. Chr.) konnte Caesar das Herrschaftsgebiet der Römer enorm erweitern. Seine Kriegsführung gegen die Stämme in Gallien (in etwa das ... weiterlesen ...

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Römische Antike | Modul 6 | Quellen und Deutungen von Historikern vergleichen | Verstehen und Urteilen | Krieg ◻◻◻ schwer | ca. 40 min

CaesarDie Statue Gaius Julius Caesar entstand erst im 1. Jahrhundert n. Chr., also einige Jahrzehnte nach Caesars Tod | Foto von 2012 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Achtung! | Bevor du dieses Modul anfängst, solltest du das Modul Caesars Krieg gegen die Helvetier bearbeitet haben.

 

Im vorherigen Modul hast du erfahren, wie Caesar seinen Krieg gegen die Helvetier rechtfertigte. Im Laufe der sich anschließenden Gallischen Kriegen (59 bis 51 v. Chr.) konnte Caesar das Herrschaftsgebiet der Römer enorm erweitern. Seine Kriegsführung gegen die Stämme in Gallien (in etwa das heutige Frankreich) war brutal und rücksichtslos. Bereits einige römische Geschichtsschreiber berichteten über Caesars Krieg und bezifferten die dabei getöteten Menschen auf über eine Million. Allerdings muss man vorsichtig sein, denn in Texten aus der römischen Antike wurde – gerade was Zahlenangaben betrifft – gerne übertrieben.

In diesem Modul lernst du erstens, wie die römischen Geschichtsschreiber Plutarch, Plinius und Sueton über den Gallischen Krieg urteilten. Alle drei lebten im 1. Jahrhundert n. Chr. und verfassten ihre Texte erst viele Jahrzehnte nach Caesars Tod. Historiker aus heutiger Zeit hingegen urteilen ganz anders über Caesar. Dass sich die Urteile unterscheiden, liegt vor allem daran, dass sich die Meinung darüber, ob und zu welchen Zweck es erlaubt ist, Kriege zu führen, seit der römischen Antike bis heute stark verändert hat. Die Römer hatten eine bestimmte Vorstellung darüber, was ein bellum iustum (ein gerechter Krieg) ist.

 

Aufgaben

1 | a) Gehe auf die Seite zu den Urteilen römischer Geschichtsschreiber und lies dir drei Texte aufmerksam durch. Trage die fehlenden Begriffe in die Lücken ein.

Geschichtsschreiber

Um zu den Textauszügen zu gelangen, klicke auf das Bild. Am besten öffnest du sie in einem neuen Fenster und wechselst während der Bearbeitung zwischen beiden Fenstern.

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2 | a) Gehe anschließend auf die Seite zu den Urteilen heutiger Historiker und lies dir drei Texte aufmerksam durch und bearbeite auch hier die Lückentexte.

Historiker

Um zu den Textauszügen zu gelangen, klicke auf das Bild. Am besten öffnest du sie in einem neuen Fenster und wechselst während der Bearbeitung zwischen beiden Fenstern.

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Autorin dieses Moduls: Elisabeth Leng, Köln

Stichworte zum Modul Bellum iustum – gerechter Krieg? | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | De bello gallico | Über den Gallischen Krieg | Gaius Iulius Julius Caesar | Gaius Tullius Cicero | UN Charta | Kriegsrecht

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Wikipedia | Geschichte schreiben: War die DDR eine Diktatur? https://segu-geschichte.de/wikipedia/ Wed, 11 Nov 2015 08:36:46 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=7492 Deutsche Demokratische Republik | Modul 3 | Verstehen und urteilen | Diktatur | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min Immer, wenn heute jemand einen Text verfasst, der sich mit der Vergangenheit beschäftigt, wird Geschichte geschrieben. Wer Geschichte schreibt, will beschreiben und erklären, was früher passiert ist, lässt aber immer auch sein Urteil über die Vergangenheit aus heutiger Sicht in seinen Text mit einfließen. Ein besonders spannender Ort, an dem Geschichte geschrieben wird, ist die Wikipedia. Weil jede(r) an den Wikipedia-Artikeln mitschreiben kann, treffen hier verschiedene Urteile aufeinander und müssen ausgehandelt werden. Die Wikipedia-Artikel werden immer wieder verändert. Jede Änderung eines Wikipedia-Artikels wird in der Versionsgeschichte dokumentiert. So kann man zurückverfolgen, wie sich – meist in einem langen Prozess – eine ... weiterlesen ...

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Deutsche Demokratische Republik | Modul 3 | Verstehen und urteilen | Diktatur | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min

Immer, wenn heute jemand einen Text verfasst, der sich mit der Vergangenheit beschäftigt, wird Geschichte geschrieben. Wer Geschichte schreibt, will beschreiben und erklären, was früher passiert ist, lässt aber immer auch sein Urteil über die Vergangenheit aus heutiger Sicht in seinen Text mit einfließen.

Ein besonders spannender Ort, an dem Geschichte geschrieben wird, ist die Wikipedia. Weil jede(r) an den Wikipedia-Artikeln mitschreiben kann, treffen hier verschiedene Urteile aufeinander und müssen ausgehandelt werden.

Die Wikipedia-Artikel werden immer wieder verändert. Jede Änderung eines Wikipedia-Artikels wird in der Versionsgeschichte dokumentiert. So kann man zurückverfolgen, wie sich – meist in einem langen Prozess – eine Beurteilung durchsetzt, die von der Mehrheit der Autoren akzeptiert wird. Sind verschiedene Autoren unterschiedlicher Meinung, können sie sich auf der Diskussionsseite, die es für jeden Artikel gibt, austauschen und streiten. 

 

DDR1Wikipedia-Artikel Deutsche Demokratische Republik | Version vom 4. November 2015 | In dieser Version wird die DDR als „eine kommunistische bzw. realsozialistische Diktatur“ bezeichnet | rot markiert sind die Links zur Dikussionsseite und zur Versionsgeschichte

 

An einem Beispiel soll dieser Prozess vorgeführt werden: dem Artikel über die Deutsche Demokratische Republik. Zunächst kann man einige allgemeine Informationen über den Artikel herausfinden. Am linken Seitenrand finden sich unter WerkzeugeSeiteninformation die Links zu den Hauptautoren und zur Abrufstatistik (am Seitenende). Der Artikel wurde (zum Stand 18. Januar 2017) von 1633 verschiedenen Autoren 5484 Mal verändert. Er wird zurzeit durchschnittlich etwa 2100 Mal am Tag angesehen. Ein gutes Werkzeug, um sich einen ersten Eindruck von der Qualität des Artikels zu verschaffen, ist Wikibu. Dort erhält der Artikel über die DDR zurzeit 8 von 10 Punkten.

 

DDR_Wikipedia_4Erste Version des Wikipedia-Artikels Deutsche Demokratische Republik vom 30. September 2001 (eigentlich 27. August 2001). Der Rechtschreibfehler „wider“ könnte als absichtliche Wertung verstanden werden – in dem Sinne, dass die DDR sich „widerwillig“ mit der Bundesrepublik Deutschland vereinigte. Diese Vermutung lässt sich aber deshalb nicht mehr überprüfen, weil das Nutzerkonto des Autors „Sdn-ar-002ncraleP275.dialsprint.net“ heute nicht mehr existiert.

 

Der Artikel ist mit über 22.000 Wörtern viel zu lang, um ihn als Ganzes zu untersuchen. In diesem Modul soll es deshalb nur um ein kleines Detail des Artikels gehen. In der aktuellen Version wird die DDR im Einleitungstext des Artikels als „eine kommunistische bzw. realsozialistische Diktatur“ bezeichnet. Es ist klar, dass es sich mit dieser Einschätzung um eine heutige Beurteilung handelt, denn ihrem Namen nach hat sich die DDR ja selbst „demokratisch“ genannt. In der ersten Version des Wikipedia-Artikels über die DDR vom August 2001 (wenige Monate nach der Gründung der deutschsprachigen Wikipedia am 16. März 2001), der nur aus 31 Wörtern bestand, wird die DDR einfach nur ein als „Staat“ und ein „sozialistisches Land“ beschrieben.

 

DDR2Version des Wikipedia-Artikels Deutsche Demokratische Republik vom 19. Oktober 2003. Die DDR wird „diktatorischer („sozialistischer“) Staat“ genannt.

 

In der Version vom 19. Oktober 2003 wird im Einleitungstext des Artikels erstmals die Formulierung „diktatorischer („sozialistischer“) Staat“ verwendet. Diese Bezeichnung blieb drei Wochen bestehen. Zwischen November 2003 und 2010 wurde die DDR im Einleitungstext dann meist als „sozialistischer Staat“ bezeichnet. Erst 2010 finden sich wieder die Begriffe „diktatorisch“ oder „Diktatur“ – mal ohne Adjektiv, mal als „kommunistische“ oder „realsozialistische“ Diktatur. Seit August 2012 schließlich wird die DDR als „eine kommunistische bzw. realsozialistische Diktatur“ genannt. Seither hat sich die Formulierung bis zum Januar 2017 nicht mehr geändert.

Die folgende Tabelle enthält eine Auswahl verschiedener Versionen des Einleitungssatzes des Artikels.

13. November 2003, 17:40 Uhr

Anonymer Autor: 217.232.26.244 

DDR3 Die Deutsche Demokratische Republik (DDR, „Ostdeutschland“) war ein sozialistischer Staat unter sowjetischer Besatzungsdiktatur in Deutschland

14. November 2003, 15:11 Uhr

Autor: Denkfabrikant

 

DDR4 Die Deutsche Demokratische Republik (DDR, „Ostdeutschland“) war ein sozialistischer Staat in Deutschland.

17. Januar 2004, 11:51 Uhr

Anonymer Autor:  212.144.18.88

DDR5

Diese Version wurde nach nur sechs Minuten wieder rückgängig gemacht

Die Deutsche Demokratische Republik (DDR, „Ostdeutschland“) war ein Staat, in dem seit 1951 eine sozialistische Gesellschaft aufgebaut werden sollte.

22. April 2004, 15:01 Uhr

Autor: TeddySM

 DDR6 Die Deutsche Demokratische Republik (DDR, „Ostdeutschland“) war ein „sozialistischer“ Staat in Deutschland.

19. September 2005, 8:11 Uhr

Autor: Skriptor

 DDR8 Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein deutscher Staat, der vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990 existierte. Sie wurde 1949 aus der Sowjetischen Besatzungszone und dem Ostsektor Berlins gegründet und bezeichnete sich selbst als sozialistischen Staat.

20. Mai 2010, 11:13 Uhr

Autor: Phi

 DDR16 Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein diktatorisch regierter realsozialistischer Staat in Mitteleuropa. Er bestand von 1949 bis 1990.
 

11. Januar 2012, 23:04 Uhr

Autor:  Rita2008

 DDR11 Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein Staat in Mitteleuropa, der 1949 gegründet wurde und am 3. Oktober 1990 der benachbarten Bundesrepublik Deutschland offiziell beitrat. Bis zur politischen Wende im Herbst 1989 war die DDR eine von der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) beherrschte kommunistische Diktatur und gehörte, wie die anderen kommunistischen Ostblockländer, der sowjetischen Machtsphäre an.

12. Juli 2012, 11:56 Uhr

Autor:  Label5

DDR13 Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein Staat im geteilten Deutschland, der von 1949 bis 1990 existierte. Bis zur Wende im Herbst 1989 war sie ein realsozialistischer Staat[11] unter Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die sich zum Marxismus-Leninismus bekannte.
 

25. August 2012, 18:37 Uhr

Autor: Phi

DDR10 Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein Staat in Mitteleuropa, der von 1949 bis 1990 existierte. Aus der Teilung Deutschlands nach 1945 entstanden, war sie bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 eine kommunistische bzw. realsozialistische Diktatur unter Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die sich zum Marxismus-Leninismus bekannte.

 

Auf der Diskussionsseite zum Artikel Deutsche Demokratische Republik wurde häufig über die Frage debattiert, ob die DDR als Diktatur bezeichnet werden soll oder nicht. Nachdem 2010 die Begriffe „diktatorisch“ bzw. später „Diktatur“ wieder im Einleitungstext auftauchten, wurde diese Diskussion erneut aufgegriffen. Der folgende Auszug gibt ein Beispiel, wie Diskussionen zwischen Wikipedia-Autoren geführt werden. Teilweise handelt es sich um Beiträge anonymer Autoren („nicht signierter Beitrag“).

 

DDR14

[…]

DDR15

 

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Stichworte zum Modul DDR Diktatur Wikipedia | Deutsche Demokratische Republik | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Sprache

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Dreißigjähriger Krieg | Söldnerleben https://segu-geschichte.de/dreissigjaehriger-krieg/ Wed, 20 May 2015 06:50:40 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=979 Reformation | Proteste und Kriege | Modul 5 | Verstehen und urteilen | Krieg ◻◻◻ schwer | ca. 40 min | optionale Aufgabe: 10 min Weil Söldnerheere nicht organisiert waren, also auch nicht versorgt wurden, plünderten sie oft Dörfer oder Städte. Eine solche Plünderungsszene wird auf dem Ölgemälde von Sebastian Vrancx aus dem Jahr 1620 dargestellt | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Der Dreißigjährige Krieg gilt als der brutalste Krieg im Europa der Neuzeit. In diesem Krieg kämpften viele Söldner. Was unterscheidet einen Söldner von einem Soldaten? Und warum sind Kriege, an denen Söldner beteiligt sind, besonders brutal?   Stichworte zum Modul Dreißigjähriger Krieg | Söldnerleben | Reformation | Kriege | Geschichte | Geschichtsunterricht | ... weiterlesen ...

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Reformation | Proteste und Kriege | Modul 5 | Verstehen und urteilen | Krieg ◻◻◻ schwer | ca. 40 min | optionale Aufgabe: 10 min

Dreißigjähriger KriegWeil Söldnerheere nicht organisiert waren, also auch nicht versorgt wurden, plünderten sie oft Dörfer oder Städte. Eine solche Plünderungsszene wird auf dem Ölgemälde von Sebastian Vrancx aus dem Jahr 1620 dargestellt | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Der Dreißigjährige Krieg gilt als der brutalste Krieg im Europa der Neuzeit. In diesem Krieg kämpften viele Söldner. Was unterscheidet einen Söldner von einem Soldaten? Und warum sind Kriege, an denen Söldner beteiligt sind, besonders brutal?

 

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Stichworte zum Modul Dreißigjähriger Krieg | Söldnerleben | Reformation | Kriege | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht |Frühe Neuzeit | Söldner | Soldaten

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Colonizing the New World https://segu-geschichte.de/colonizing-the-world/ Wed, 20 May 2015 06:20:42 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=995 American History | Modul 2 | Wissen | Migration | ◻◻ mittel | ca. 20 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Nachbau der Mayflower im Hafen von Plymouth (Massachusetts), USA (Foto von 2007) | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Paul Keleher, Mayflower II, CC BY 2.0, Wikimedia): Bild anklicken    Vokabelliste   Although scientific evidence proves that Scandinavian settlers reached North America long before and the indigenous population had been living on the continent for millennia, the discovery of the Americas is attributed to Christopher Columbus. His voyages were of great importance since they initiated the exploration and colonization of the American continents – the New World. In the 17th and 18th centuries, many thousands of people decided to leave ... weiterlesen ...

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American History | Modul 2 | Wissen | Migration | ◻◻ mittel | ca. 20 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min

Nachbau der Mayflower im Hafen von Plymouth (Massachusetts), USA (Foto von 2007) | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Paul Keleher, Mayflower II, CC BY 2.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

 Vokabelliste

 

Although scientific evidence proves that Scandinavian settlers reached North America long before and the indigenous population had been living on the continent for millennia, the discovery of the Americas is attributed to Christopher Columbus. His voyages were of great importance since they initiated the exploration and colonization of the American continents – the New World.

In the 17th and 18th centuries, many thousands of people decided to leave their home countries and build up a new life in the New World. What were their reasons to do so, and how was their emigration organized?

 

Aufgabe

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M1 | Darstellungstext | Reasons for emigration

The early 17th century marks the beginning of a great migration movement from Europe to North America that lasted more than three centuries. This movement grew from a few hundred colonists in the early colonization peri­od up to a million immigrants per year at its peak. While America was already inhabited by native people, the colonists built a new civilization in North America.

Most settlers left Europe for greater economic opportunity, to escape political op­pression or to seek religious freedom. Due to economic difficulties many people in England could not find work. Even skilled craftsmen had problems earning the money they needed to make a living. Living standards dropped drastically because of increasing living costs and declin­ing wages. Moreover, bad harvests and food shortages brought widespread misery. In the 1640s, the arbitrary rule by Charles I. caused the English Civil War. After the triumph of Charles’ opponents under Oliver Cromwell and the execution of the King, many people left England to try their luck in the New World, where they hoped to find gold and adventure.

In addition to poverty and the hope for better living conditions, religious persecution played a particularly important role for emigra­tion. During the religious upheavals of the 16th and 17th centuries, a group called the Puritans wanted to reform the Church of England from within. The Puritans, who were English Prot­estants, sought to “purify” the Church of Eng­land and to separate it from the Roman Catholic Church. They demanded simpler forms of faith and worship. This implied, for example, that church services as well as the church buildings themselves had to be simple and plain. Some Puritans thought that they could express their religious belief best by living a simple life. However, the Puritans were hindered from changing the Church of England, and laws re­stricted them from practicing their religion in their own way. Opposing those laws, some men and women were even sent to prison. Many Puritans left England in 1630 to settle in Massachusetts Bay Colony.  

In contrast to the Puritans, the Pilgrims separated from the Church of England believ­ing that it would never be reformed to their lik­ing. Since the Pilgrims as well were not al­lowed to practice their religion freely, a group of 125 people left England for Holland at the beginning of the 17th century to escape perse­cution and to find more tolerance. They settled in the city of Leiden, but concerned with losing their cultural identity the Pilgrims eventually looked for a new place to live. They decided to imigrate to the New World in 1620 where they hoped to finally find religious freedom and a better life. 

Text basierend auf: From Revolution to Reconstruction (University of Groningen), Pilgrim Hall Museum

 

Vertiefende Aufgabe | optional | Dauer: ca. 20 min

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M2 | Darstellungstext | Setting up colonies

After the Spanish had started to explore the New World, the English followed soon after. Some tried to make a fortune as pirates or traders, whereas others left England altogether to establish new colonies overseas. Unlike other countries with heavily invested colonization policies, the English government did not sponsor the establishment of colonies in North America to a great extent. Thus, especially rich men, whose chief motive was profit, invested in setting up the English colonies. They hoped to make profits by shipping supplies (clothes, tools, building material, seed, guns etc.) the settlers needed overseas. The investors made additional profit by shipping goods manufactured by the settlers back to England.

Not all colonists had enough money to pay the expenses of transportation and main­tenance necessary for making a start in the New World. In this case, agencies like the Virgi­nia Company and the Massachusetts Bay Company paid the settlers’ costs. Besides tho­se kinds of colonizing companies, proprietors and individual families also made contracts with potential settlers. In exchange, the settlers had to work for the agencies or a contract holder as contract workers for a fixed period of time which usually lasted four to seven years. During this period, the masters provided food and shelter for their servants. After the servants had completed their contractual obligations, they received a payment known as ‚freedom dues‘. The freedom dues usually included small pieces of land, supplies or money and helped the settlers to set up their own homestead.

The colonies of Virginia and Massachu­setts were established by chartered companies which were provided with a royal charter. This was a royal document confirming that the com­panies were allowed to colonize pieces of land in North America. The funds of the compa­nies, provided by diverse investors, were used for the colonists’ equipment, transportation and maintenance. Other colonies such as New Hampshire, New Jersey or Pennsylvania initi­ally belonged to proprietors who were mem­bers of the English gentry or nobility. One exception to this is the New Haven colony which was settled by colonists who were rich enough to pay the costs of their families’ and servants’ transportation and equipment them­selves.

Historians estimate that half the settlers, especially from the Southern Colon­ies, came to Colonial America under the sys­tem of indentured servitude. Many of the in­dentured servants became subject to violence at the hand of their contract holders. Moreover, given the high death rate, many servants did not live to the end of their terms. Indentured servitude was a major element of colonial la­bour economics. After the American Revolution, the numbers of indentured servants dropped to a minimum.

Text basierend auf: From Revolution to Reconstruction (University of Groningen)

Stichworte zum Modul Colonizing the New World | Geschichte | bilingualer Geschichtsunterricht englisch | Unterricht | Amrican History | USA

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Ganz normale Männer | Täter des Holocaust https://segu-geschichte.de/ganz-normale-maenner/ Mon, 18 May 2015 14:36:35 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=1061 Judenverfolgung und Holocaust | Modul 6 | Verstehen und urteilen | Täter | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min Denkmal zum Gedenken an die Erschießung der Juden im Wald bei Józefów am 13. Juli 1942 (1974 aufgestellt, Foto von 2007) | Vollständiges Bild und Bildnachweis („Piott“, Józefów obelisk 2, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken   Józefów ist eine Kleinstadt im Südosten Polens, die im Sommer 1941 von deutschen Truppen besetzt wurde. Unter den Bewohnern lebten damals etwa 1800 jüdische Menschen. Ab Herbst 1941 führten die deutschen Besatzer in den eroberten Gebieten in Osteuropa systematische Erschie­ßungen der jüdischen Bevölkerung durch. Man geht heute davon aus, dass etwa die Hälfte der Holocaust-Opfer durch solche Erschießungen ermordet wurde. Im Juli 1942 erhielt ... weiterlesen ...

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Judenverfolgung und Holocaust | Modul 6 | Verstehen und urteilen | Täter | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min

JozefowDenkmal zum Gedenken an die Erschießung der Juden im Wald bei Józefów am 13. Juli 1942 (1974 aufgestellt, Foto von 2007) | Vollständiges Bild und Bildnachweis („Piott“, Józefów obelisk 2, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

Józefów ist eine Kleinstadt im Südosten Polens, die im Sommer 1941 von deutschen Truppen besetzt wurde. Unter den Bewohnern lebten damals etwa 1800 jüdische Menschen. Ab Herbst 1941 führten die deutschen Besatzer in den eroberten Gebieten in Osteuropa systematische Erschie­ßungen der jüdischen Bevölkerung durch. Man geht heute davon aus, dass etwa die Hälfte der Holocaust-Opfer durch solche Erschießungen ermordet wurde. Im Juli 1942 erhielt das Polizei-Reservebataillon 101 (bestehend aus etwa 500 Männern) den Befehl, die „arbeitsfähigen“ Männer unter der jüdischen Bevölkerung Józefóws in Arbeitslager zu deportieren und die übrige jüdische Bevölkerung vor Ort zu erschießen. Polizeieinheiten wurden im Zweiten Weltkrieg auch mit Einsätzen in den besetzten Gebieten betreut. Reservebataillon bedeutet, dass die Einheit aus Reservisten zusammengesetzt war.

Die Männer des Polizei-Reservebataillons 101 waren bereits etwas älter (durchschnittlich knapp vierzig Jahre) und wurden deshalb mehr nicht zum Einsatz in der Wehrmacht eingezogen. Die meis­ten von ihnen waren Arbeiter aus Hamburg, viele von ihnen Familienväter. Zwischen 1958 und 1968 ermittelte die Hamburger Justiz gegen die Männer des Polizei-Reservebataillons 101 und es kam zum Prozess. Später hat der amerikanische Historiker Christopher Browning die Gerichtsunterla­gen ausgewertet und das Buch „Ganz normale Männer“ verfasst, das 1993 auf Deutsch erschien. Was erfahren wir in Brownings Schilderungen über die Täter des Holocaust?

 

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Materialien | Arbeitsblatt M1

Das Arbeitsblatt kannst du dir hier durchlesen – du musst es nicht ausdrucken.

 

Stichworte zum Modul Ganz normale Männer | Besetzung Polen | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Darstellung | Christopher Browning | Jozefow | Holocaust

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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