Klassenmodule – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de Mon, 22 Oct 2018 07:44:39 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 https://segu-geschichte.de/wp-content/uploads/2017/09/cropped-segugeschichtelogo2-32x32.jpg Klassenmodule – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de 32 32 Weihnachtsfrieden 1914 | einen Werbespot hinterfragen https://segu-geschichte.de/weihnachtsfrieden/ Fri, 19 Oct 2018 08:35:50 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=19862 Erster Weltkrieg | Modul 8 | Verstehen und urteilen | Geschichtsbilder hinterfragen | ◻◻ mittel | ca. 40 min  Fotograf: Schütze (Rifleman) R.W. Turner: „British and German soldiers fraternising at Ploegsteert, Belgium, on Christmas Day 1914, Front of 11th Brigade, 4th Division“ | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt.   Als im August der Erste Weltkrieg begann, glaubten die Soldaten aller am Krieg beteiligten Soldaten an einen schnellen Sieg. Die Propaganda versprach ihnen, „Weihnachten wieder zu Hause zu sein″. Doch seit dem Spätherbst 1914 wurde deutlich, dass von einem schnellen Sieg keine Rede sein konnte, denn die Fronten erstarrten im Stellungskrieg. Über das Kämpfen und Sterben der Soldaten in den Schützengräben kannst ... weiterlesen ...

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Erster Weltkrieg | Modul 8 | Verstehen und urteilenGeschichtsbilder hinterfragen | ◻◻ mittel | ca. 40 min 

Fotograf: Schütze (Rifleman) R.W. Turner: „British and German soldiers fraternising at Ploegsteert, Belgium, on Christmas Day 1914, Front of 11th Brigade, 4th Division“ | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt.

 

Als im August der Erste Weltkrieg begann, glaubten die Soldaten aller am Krieg beteiligten Soldaten an einen schnellen Sieg. Die Propaganda versprach ihnen, „Weihnachten wieder zu Hause zu sein″. Doch seit dem Spätherbst 1914 wurde deutlich, dass von einem schnellen Sieg keine Rede sein konnte, denn die Fronten erstarrten im Stellungskrieg. Über das Kämpfen und Sterben der Soldaten in den Schützengräben kannst du dich hier informieren. Im Winter war das Ausharren in den Gräben besonders hart.

An Weihnachten 1914 ereigneten sich bemerkenswerte Vorfälle an mehreren Frontabschnitten – vor allem dort, wo sich deutsche und britische Soldaten gegenüberstanden. Schaut euch zunächst das folgende Video an. Es ist ein 2014 veröffentlichter, aufwändig produzierter Werbespot einer britischen Kaufhauskette, der den „Christmas Truce“ (englisch: Weihnachts-Waffenstillstand) in Spielfilm-Qualität nacherzählt. Das Video dauert knapp dreieinhalb Minuten.

 

Werbespot: „Christmas Truce of 1914 – Christmas is for sharing“

 

Die Fraternisierung (also Verbrüderung) deutscher und britischer Soldaten zwischen dem 23. und dem 25. Dezember 1914 ist durch zahlreiche Quellen, darunter auch einige Fotos belegt. Die Soldaten feierten spontan zusammen, andernorts hielten sie gemeinsame Gottesdienste ab. Und tatsächlich sind mehrere Fußballspiele zwischen Briten und Deutschen überliefert. An der Verbrüderung sollen mindestens 100.000 Soldaten beteiligt gewesen sein. Aufgrund des großen Ausmaßes entschieden die Militärführer auf beiden Seiten, die aus ihrer Sicht unerwünschten Fraternisierungen nicht zu bestrafen. Allerdings wurden in den darauffolgenden Jahren im Vorfeld der Weihnachtstage harte Strafen für Verbrüderungen angedroht. So blieb der Weihnachtsfrieden von 1914 ein einmaliges Ereignis.

 

Aufgaben

1Nehmt euch etwa 20 Minuten Zeit zur Recherche von Informationen und notiert sie in Stichpunkten. Lies dir im Wikipedia-Artikel zum Weihnachtsfrieden 1914 die vier Absätze 24. Dezember – Feinde im NiemandslandEinzelne Ereignisse und ErinnerungenDas Ende des Waffenstillstandes sowie Konsequenzen durch. Wenn du noch Zeit hast, kannst du dir auch noch den kritischen Zeitungsartikel „Der «Weihnachtsfrieden» war keiner“ von Markus Pöhlmann in der NZZ (Neuen Zürcher Zeitung) durchlesen. 

 

2 | Anschließend sollt ihr die Drei-Wände-Methode durchführen. Eine Schülerin oder ein Schüler liest den ersten Satz unten auf der Liste laut vor. Jede Schülerin und je­der Schüler muss sich jetzt entscheiden und geht zu einer der folgenden drei Wände in eurem Klassen­zimmer:  

 

Wer dem Satz mit JA zustimmt, geht zur Türseite.

Wer dem Satz mit NEIN nicht zustimmt, geht zur Fens­terseite.

Wer UNENTSCHIEDEN ist, geht an die Rückwand.

 

drei-waende

 

Dann sollt ihr über den Satz diskutieren. Dafür braucht ihr z.B. eine leere Plastik-Trinkflasche. Wenn sich jemand meldet, werft ihm oder ihr die Flasche (vorsichtig!) zu. So organisiert ihr eine Meldekette. Beachtet: Nur wer die Flasche hat, darf reden! Wenn die Diskussion beendet ist oder sich im Kreis dreht, könnt ihr den nächsten Satz vorlesen. Wurden alle Sätze vorgelesen, könnt ihr auch eigene Sätze vor­schlagen.  

 

Satz 1  

Der Weihnachtsfrieden von 1914 ist zwar eine schöne Geschichte – aber mit Soldaten, die sich fraternisieren, kann man schlecht Krieg führen. 

Satz 2  

Der Weihnachts“frieden“ von 1914 ist zwar eine schöne Geschichte – aber schon nach wenigen Tagen standen sich die Soldaten wieder als Feinde gegenüber und kämpften gegeneinander. Von einem wirklichen Frieden könnte man nur sprechen, wenn sie versucht hätten, den Krieg durch eine große Meuterei tatsächlich zu beenden. 

Satz 3 

Das Video hat mich berührt. Es zeigt, dass selbst im Krieg Menschlichkeit möglich ist und die Soldaten ihre wenigen Habseligkeiten miteinander teilen. Denn es stimmt: „Christmas is for sharing“! 

Satz 4

Den Ersten Weltkrieg, der etwa 17 Millionen Menschen das Leben kostete, zum Thema eines Werbespots für eine Kaufhauskette zu machen – das ist geschmacklos!

Satz 5

Besonders in England, aber inzwischen auch in Deutschland wird heute häufig auch mit kitschigen Bildern an den Weihnachtsfrieden erinnert. Das ist komisch: Soll hier ein Bild vom „schönen Krieg“ gezeichnet werden? Ein solches Bild kann zu der Aussage missbraucht werden: Krieg ist doch gar nicht so furchtbar. Ich finde, es sollte nicht an den Weihnachtsfrieden, sondern an die schrecklichen Folgen des Ersten Weltkrieges erinnert werden. 


Stichworte zum Modul
Weihnachtsfrieden | Drei Wände-Methode | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Urteilen | Erster Weltkrieg 

 

 

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Das lange 19. Jahrhundert | Pecha Kucha | 20 Bilder – 20 Sekunden https://segu-geschichte.de/19-jahrhundert/ Sun, 09 Sep 2018 05:51:09 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=18449 Kaiserreich und Imperialismus | Modul 11 | Verstehen und urteilen | Klassenmodul | ◻◻ mittel | ca. 90 min Ein Pecha Kucha (Aussprache: Petcha Kutcha, japanisch für: „Stimmengewirr“) ist eine Vortragstechnik, bei der 20 Bilder jeweils 20 Sekunden eingeblendet werden. Du sollst einen Vortrag mit dem Thema „Das lange 19. Jahrhundert“ (damit sind die Jahre vom Sturm auf die Bastille 1789 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 gemeint) vorbereiten, der die Bilder erklärt und in einen Zusammenhang stellt – und genau 400 Sekunden dauert (also 6 Minuten und 40 Sekunden).  Am besten erarbeitet ihr den Vortrag, wenn ihr die Modulserien Französische Revolution – Revolution 1848 – Industrialisierung und soziale Frage – Kaiserreich und Imperialismus bereits bearbeitet habt (dort findet ihr auch Informationen ... weiterlesen ...

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Kaiserreich und Imperialismus | Modul 11 | Verstehen und urteilen | Klassenmodul | ◻◻ mittel | ca. 90 min

Ein Pecha Kucha (Aussprache: Petcha Kutcha, japanisch für: „Stimmengewirr“) ist eine Vortragstechnik, bei der 20 Bilder jeweils 20 Sekunden eingeblendet werden. Du sollst einen Vortrag mit dem Thema „Das lange 19. Jahrhundert“ (damit sind die Jahre vom Sturm auf die Bastille 1789 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 gemeint) vorbereiten, der die Bilder erklärt und in einen Zusammenhang stellt – und genau 400 Sekunden dauert (also 6 Minuten und 40 Sekunden).  Am besten erarbeitet ihr den Vortrag, wenn ihr die Modulserien Französische RevolutionRevolution 1848Industrialisierung und soziale FrageKaiserreich und Imperialismus bereits bearbeitet habt (dort findet ihr auch Informationen zu den Bildern). So könnt ihr euren Lernerfolg noch einmal überprüfen. 

 

Aufgaben

1 | Ihr arbeitet am besten zu zweit. Schaut Euch die 20 Bilder an und versucht euch über ihre Bedeutung kurz zu informieren. Falls du nicht weiter weißt, frag deine Lehrerin oder deinen Lehrer. Notiert euch zunächst Stichworte.

2 | Versucht jetzt aus den Stichworten eine Erzählung zu schreiben. Einige Bilder stehen in engem Zusammenhang. Die ersten vier Bilder beispielsweise gehören zum Thema Französische Revolution und Napoleon. Ihr habt also 1 Minute und 20 Sekunden Zeit, über die Französische Revolution und ihre Folgen zu sprechen. Klingt kurz – aber wenn ihr euren Vortrag einübt, wirst du sehen, dass du in 20 Sekunden ziemlich viel erzählen kannst. 

3 | Entscheidet, ob eine oder einer von euch alleine vortragen soll oder ihr euch während des Vortrags abwechselt. Versucht euren Vortrag jetzt so einzuüben, dass ihr frei vortragen könnt. Ihr könnt bei Eurem Vortrag eventuell auch den Laserpointer einsetzen (unter den Bildern anklicken).

4 | Hört euch mindestens drei oder vier Vorträge an. Diskutiert anschließend, was einen guten Vortrag ausmacht.

 

Stichworte zum Modul Pecha Kucha | Überblick | 19. Jahrhundert| Geschichtsunterricht | Unterricht | Geschichte schreiben

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Deutschland – Einwanderungsland https://segu-geschichte.de/deutschland/ Tue, 08 Sep 2015 13:34:27 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=5586 Bundesrepublik Deutschland | Modul 5 | Klassenmodul | Verstehen und urteilen | Migration | ◻◻◻ schwer | ca. 90 min Mikhail Evstafiev: Bosnische Flüchtlinge, Foto 1993 | Bildansicht und Bildnachweis (anonym, Evstafiev-travnik-refugees, CC BY-SA 2.5, Wikimedia): Bild anklicken   Achtung! Dieses Klassenmodul soll von der ganzen Klasse zusammen bearbeitet werden.    Die Zuwanderung hunderttausender Flüchtlinge und Asylbewerber nach Deutschland ist zurzeit ein viel diskutiertes Thema. 2015 waren nach bisherigen Schätzungen etwa 1,1 Millionen Menschen nach Deutschland geflüchtet oder haben hier Asyl beantragt. Ihre Aufnahme und Unterbringung erfordert enorme Anstrengungen und die Integration so vieler Menschen ist eine große Aufgabe für die Gesellschaft. Migrationen sind der Normalfall und nicht die Ausnahme in der Geschichte. Wanderungen von Menschen aus den verschiedensten Gründen ... weiterlesen ...

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Bundesrepublik Deutschland | Modul 5 | Klassenmodul | Verstehen und urteilen | Migration | ◻◻◻ schwer | ca. 90 min

Flüchtlinge DeutschlandMikhail Evstafiev: Bosnische Flüchtlinge, Foto 1993 | Bildansicht und Bildnachweis (anonym, Evstafiev-travnik-refugees, CC BY-SA 2.5, Wikimedia): Bild anklicken

 

Achtung! Dieses Klassenmodul soll von der ganzen Klasse zusammen bearbeitet werden. 

 

Die Zuwanderung hunderttausender Flüchtlinge und Asylbewerber nach Deutschland ist zurzeit ein viel diskutiertes Thema. 2015 waren nach bisherigen Schätzungen etwa 1,1 Millionen Menschen nach Deutschland geflüchtet oder haben hier Asyl beantragt. Ihre Aufnahme und Unterbringung erfordert enorme Anstrengungen und die Integration so vieler Menschen ist eine große Aufgabe für die Gesellschaft.

Migrationen sind der Normalfall und nicht die Ausnahme in der Geschichte. Wanderungen von Menschen aus den verschiedensten Gründen gab es in der Vergangenheit in jeder Epoche. Auch Deutschland war in den vergangenen Jahrzehnten ein Einwanderungsland: Seit Kriegsende 1945 sind ungefähr 25 bis 30 Millionen Menschen hierhin gekommen und geblieben. Die verschiedenen Gruppen von Einwanderern lernst du in diesem Modul kennen.

 

Aufgaben

Falls die Anwendung nicht reagiert oder zum Vergrößern hier klicken!

 

1 | Bearbeite das Quiz. Fasse dein Ergebnis stichpunktartig in einer Tabelle mit vier Spalten zusammen: a) die Zuwanderungsgruppen, b) ihre Herkunft, c) den Zeitraum der Wanderungen sowie d) die Zahl der Menschen, die kamen und geblieben sind.

 

2 | Diese Aufgabe könnt ihr am besten zu zweit oder in kleinen Teams bearbeiten!

Wählt euch eine der sieben Einwanderungsgruppen aus (oder teilt eure Klasse in sieben Gruppen auf und verteilt die Themen). Im folgenden Schaubild findet ihr drei Links mit einführenden (grün), ausführlichen (gelb) und vertiefenden (rot) Informationen über die jeweilige Gruppe. Ihr könnt auch noch nach anderen Seiten im Internet suchen.

a) Ihr sollt eine Präsentation (mindestens 5, höchsten 10 Minuten lang) vorbereiten, in der ihr die Zuwanderungsgruppe, die Migrationsursachen sowie den Verlauf ihrer Integration in die Gesellschaft genauer vorstellt.

b) Diskutiert nach den Präsentationen, ob sich eure Sicht auf die aktuelle Diskussion um die Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylbewerbern verändert hat.

 

Bildnachweis: Aussiedler 1988, Werkvertragsarbeiter DDR 1984, Übersiedler 1961, Flüchtlingstreck Danzig 1945: CC BY SA BArchBot – Displaced Persons 1945, Dönerbude 2008: Public Domain – Bosnische Flüchtlinge 1993: CC BY SA Maksim. Alle via Wikimedia

Stichworte zum Modul Deutschland – Einwanderungsland | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Arbeitsblatt | Flüchtlinge | Geflüchtete | Asylbewerber | Migration | Gastarbeiter | Zuwanderung

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Virtuelle Rundgänge erstellen | Beispiel Römisches Köln https://segu-geschichte.de/roemisches-koeln/ https://segu-geschichte.de/roemisches-koeln/#respond Wed, 24 Jun 2015 11:14:42 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=3405 Römische Antike | Modul 13 | Forschen und entdecken | Historische Orte | ◻◻◻ schwer | mind. 90 min Screenshot des virtuellen Rundgangs durch das Römische Köln bei Google Maps     Mit digitalen Karten kann man einfach virtuelle Rundgänge – zum Beispiel durch Städte, Dörfer oder zu anderen historischen Orten – erstellen. Hier wird erstens ein Beispiel für einen kurzen Stadtrundgang durch das römische Köln vorgeführt. Wer „vor Ort“ in Köln ist, kann den Stadtrundgang auf seinem Smartphone ansehen und die Strecke abgehen. Zweitens wird unten eine kurze Anleitung gegeben, selbst einen solchen virtuellen Rundgang zu planen und zu veröffentlichen.   Der Stadtrundgang kann auf Smartphones angezeigt werden und bei Köln-Besuch abgegangen werden Dauer: ca. 45-60 min – bei ... weiterlesen ...

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Römische Antike | Modul 13 | Forschen und entdecken | Historische Orte | ◻◻◻ schwer | mind. 90 min

Römer KölnScreenshot des virtuellen Rundgangs durch das Römische Köln bei Google Maps

 

 

Mit digitalen Karten kann man einfach virtuelle Rundgänge – zum Beispiel durch Städte, Dörfer oder zu anderen historischen Orten – erstellen. Hier wird erstens ein Beispiel für einen kurzen Stadtrundgang durch das römische Köln vorgeführt. Wer „vor Ort“ in Köln ist, kann den Stadtrundgang auf seinem Smartphone ansehen und die Strecke abgehen. Zweitens wird unten eine kurze Anleitung gegeben, selbst einen solchen virtuellen Rundgang zu planen und zu veröffentlichen.

 

Der Stadtrundgang kann auf Smartphones angezeigt werden und bei Köln-Besuch abgegangen werden

Dauer: ca. 45-60 min – bei Besuch des Praetoriums 90 min

 

Die Geschichte Kölns als „Großstadt“ begann vor fast 2000 Jahren. Mitte des 1. Jahrhunderts wurde die bisherige Siedlung zur Colonia Claudia Ara Agrippinensium – oder kurz CCAA – erhoben. Die Stadt umfasste ein Gebiet von etwa einem Quadratkilometer mitten in der heutigen Kölner Innenstadt und war von einer etwa 8 Meter hohen, etwa 4 km langen Stadtmauer umgeben. In den Mauern lebten 15 bis 20.000 Menschen. Der Rhein floss damals noch mitten durch die heutige Kölner Altstadt. Auf der Karte ist das römische Stadtgebiet rot markiert und der damalige Verlauf des Rheins eingezeichnet. Der etwa ein Kilometer lange Stadtrundgang führt zu sechs Stationen heute noch sichtbarer Spuren des römischen Köln. Beim Anklicken der einzelnen Stationen werden diese Orte genauer beschrieben und einige Bilder angezeigt. Weil die Bilder nicht auf allen Geräten zu sehen sind – hier eine Galerieansicht:

 

Aufgabe | Anleitung zum Erstellen eines virtuellen Rundgangs

Dieses Modul könnt ihr entweder in einem Projekt-Team von 4 oder 5 Schüler/innen bearbeiten – oder mit der ganzen Klasse, wenn verschiedene Gruppen einzelne Stationen bearbeiten.

Es ist mittels Google Maps (alternativ auch mittels Openstreetmaps) nicht schwer, selbst einen virtuellen Stadtrundgang zu erstellen. Ein weiteres Beispiel ist dieser – von Schüler/innen recherchierte – Stadtrundgang zum Thema Koblenz 1933-1945.

Erstellt einen eigenen Rundgang mit Hilfe der folgenden Anleitung.

 

1 | Thema finden und Stationen recherchieren

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, ein Thema für einen Rundgang in einer Stadt, einem Dorf oder an einem anderen historischen Ort zu planen.

Entweder, ihr wählt eine bestimmte Epoche aus (wie beim Beispiel Römisches Köln) oder einen thematischen Schwerpunkt (etwa: Die Wasserversorgung Kölns im Laufe der Jahrhunderte). Bei diesem Längsschnitt-Verfahren kann man gut den Wandel von Orten im Laufe der Geschichte darstellen.

Danach müsst ihr geeignete Stationen auswählen, Informationen, Bilder und Links sammeln sowie anschließend einen kurzen Text zu jeder Station verfassen. Helft euch gegenseitig, die Texte zu korrigieren und Verbesserungsvorschläge zu machen.

 

2 | Karte auf Google Maps erstellen

Bei Google Street Maps gelangt man über den Kasten oben links zu „My Maps“ oder „Meine Orte“

Karten 1Copyright: Google Maps

 

Klickt man auf „My Maps“, kann man ein neue Karte erstellen („Erstellen“ anklicken). Hierfür stehen als Werkzeuge zu Verfügung:

1. Das Erstellen von Linien oder Formen („Polygome“) – dafür auf den Button „Linie zeichnen“ klicken

2. Das Erstellen von Markierung, die als Nadeln auf der Karte angezeigt werden – dafür auf den Button „Markierungen hinzufügen“ klicken.

3. Die Verbindung der Markierungen zu einer Route – dafür den Button „Routen hinzufügen“ klicken

Karten 2Copyright: Google Maps

Sowohl die Linien und Polygome, als auch die Markierungen kann man im Bearbeitungsmodus anklicken und Überschriften, Texte und Bilder eingeben. Ein Problem sind dabei Links: Sie können nur durch Einfügen der ganzen URL erzeugt werden. Das sieht etwas hässlich aus. Es empfiehlt sich deshalb, nur wenige Links am Ende des Textes als „Weiterführende Links“ einzugeben.

Ganz wichtig! Wollt ihr in euren Rundgang Bilder einfügen, müsst ihr sie im Internet recherchieren und die URL des Bildes eingeben. Aber Achtung: Verwendet nur Bilder, die eine CC (Creative Commons)-Lizenz haben oder gemeinfrei (Public Domain) sind. Am einfachsten ist es, ihr benutzt nur Bilder, die ihr in der Bilddatenbank der Wikipedia, der Wikimedia, findet. Haltet euch an diese Regel, wenn ihr den Rundgang veröffentlichen wollt – sonst könnt ihr Ärger bekommen wegen des Urheberrechts der Bilder.

Die Bilder werden im Ansichtsmodus bei einigen Geräten leider nicht angezeigt. Bei Smartphones und Tablets klappt es gut, aber nicht unbedingt bei stationären Desktop-Computern. Deshalb lohnt es sich, die Karte auch immer auf dem Smartphone anzuschauen.

Habt ihr eine eigene Stadtführung erstellt? Dann könnt ihr sie hier im Kommentarfeld vorstellen und den Link angeben.

 

Stichworte zum Modul Virtuelle Rundgänge erstellen – Beispiel römisches Köln | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Nordtor | Römisch Germanisches Museum | | Rom | Römische Antike | Praetorium | Dionysos Mosaik | Stadtrundgang | Stadtrundgänge

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Revolutionary War https://segu-geschichte.de/revolutionary-war/ Wed, 20 May 2015 09:38:02 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=1007 American History | Modul 8 | Klassenmodul: News Report | Krieg | ◻◻ mittel | ca. 90 min Emanuel Gottlieb Leutze: Washington Crossing the Delaware, Historiengemälde von 1851 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken    Vokabelliste   Attention! You can only work on this module if the entire class is participating. Ask your teacher whether you can produce a news report as it requires a lot of preparation time. You can start working on this module as soon as you and your classmates have completed module 6. Get together in groups of 4 to 5 pupils.   On April 19th, 1775, a “shot heard around the world“ was fired at Lexington, Massachusetts and ignited the battles ... weiterlesen ...

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American History | Modul 8 | Klassenmodul: News Report | Krieg | ◻◻ mittel | ca. 90 min

WashingtonEmanuel Gottlieb Leutze: Washington Crossing the Delaware, Historiengemälde von 1851 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

 Vokabelliste

 

Attention! You can only work on this module if the entire class is participating. Ask your teacher whether you can produce a news report as it requires a lot of preparation time. You can start working on this module as soon as you and your classmates have completed module 6. Get together in groups of 4 to 5 pupils.

 

On April 19th, 1775, a “shot heard around the world“ was fired at Lexington, Massachusetts and ignited the battles of Lexington and Concord. These battles marked the outbreak of the open armed conflict between Britain and thirteen of its North American colonies known as the Revolutionary War. This war, also called the ‚American War of Independence‘, lasted from 1775 to 1783 and resulted in a defeat of the British troops. Eventually, the new United States of America were founded.

Imagine you are a team of public TV reporters describing the recent events in America. Your news report provides information on the current situation on-site the conflict, but it also considers the reasons for the conflict and points out possible consequences.

 

Aufgaben

1 | Before starting any news report, it is important to do some research on the event you are reporting on. Collect information on the Revolutionary War: Its cause, outbreak, and course. You may use the results from your work on the module Conflict with Britain or look up the most important events of the Revolutionary War in this timeline. Decide which event of the war is covered by your news report and then try to find as many answers to the ‘w’-questions (what, who, when, where, why) as possible.

  • Think of the perspective you choose as a reporting team. You have to decide whether you are working for an American, a British or a European TV station.
  • You should plan how you want to start your report and how you want to end it. This will keep your story heading in the right direction, and you woill not miss out any important information. Make a story board and follow it! The following phrases may help you:

Introduction – The reporter in the TV studio introduces the story. Keep it short, simple and catchy!

  • We do have some breaking news right away …
  • we are going to be covering this live for you …
  • we begin with breaking news tonight …
  • here is the latest news …
  • new developments are unfolding …
  • this is a rapidly developing situation …
  • however, first, we begin with …
  • we are watching with you these first pictures live from the scene …

Interview(s) – The person the correspondent talks to gives his/her opinion on what is happening and how it affects him/her. More than one person should be interviewed to provide the audience with different perspectives on the event.

  • We are getting reports …
  • take a live look behind me …
  • sources tell us … / an anonymous source tells us …
  • we have confirmed that …
  • live at the scene is our correspondent …
  • our correspondent in … reports that …
  • back to you in the studio …

Conclusion – The reporter in the TV studio signs off by pointing out potential problems related to the event / summarizing the outcome or possible outcome of the event.  

  • We are going to stay on this story every step of the way …
  • we will provide you with new information as soon as new developments can be witnessed …
  • we are following this closely and are making sure you do not miss anything …
  • we are going to stay on this story night and day …
  • Think about the audience listening to your story and how you can make the story interesting to them. Bring your story to life and try to tell it in the most engaging way without making it too complicated. Think of a good beginning to catch the audience’s attention and of a memorable conclusion to leave an impression.

 

2 | Now it is time to shoot your news report.

  • Decide who takes which role (news reader in the TV-studio, reporter on-site, interviewees).
  • Write down the news reader’s script on large cue cards. When you shoot the news report, place the cards just behind and to the site of the camera. This way the news reader will make fewer mistakes and sound more professional. You may also write some cue cards for the reporter on-site.
  • Try to find a good spot to tell your story. It is always useful to film pictures showing what is happening at the location to explain what you are talking about. Using different backgrounds and angles for your shots will keep your news report interesting for the audience.
  • You might want to use some suitable props to emphasise your acting.

 

3 | Have a look at all the news reports your classmates created and compare their content.

Which differences can you identify between American, British and European broadcasting? Explain how this is related to history or historiography, respectively.

 

 Stichworte zum Modul Revolutionary War | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Amrican History | USA

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Der 14. Juli – ein Tag zum Feiern? https://segu-geschichte.de/14-juli/ Wed, 20 May 2015 08:43:32 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=1019 Französische Revolution | Modul 6 | Klassenmodul: Kugellager | Erinnern und gedenken | ◻◻ mittel | ca. 20 min Militärparade am 14. Juli 2014, Champs-Élysées in Paris | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Pierre-Yves Beaudouin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0, Bastille Day 2014 Paris – Color guards 034, CC BY-SA 4.0, Wikimedia): Bild anklicken   Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt. Fragt eure Lehrerin / euren Lehrer, ob ihr das Kugellager durchführen könnt. Dieses Klassenmodul kann aber erst bearbeitet werden, wenn alle Schüler mehrere Module zur Französischen Revolution fertiggestellt haben.   Jedes Jahr am 14. Juli feiern die Franzosen ihren Nationalfeiertag. Das Datum erinnert nicht nur an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, ... weiterlesen ...

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Französische Revolution | Modul 6 | Klassenmodul: Kugellager | Erinnern und gedenken | ◻◻ mittel | ca. 20 min

14. JuliMilitärparade am 14. Juli 2014, Champs-Élysées in Paris | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Pierre-Yves Beaudouin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0, Bastille Day 2014 Paris – Color guards 034, CC BY-SA 4.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt. Fragt eure Lehrerin / euren Lehrer, ob ihr das Kugellager durchführen könnt. Dieses Klassenmodul kann aber erst bearbeitet werden, wenn alle Schüler mehrere Module zur Französischen Revolution fertiggestellt haben.

 

Jedes Jahr am 14. Juli feiern die Franzosen ihren Nationalfeiertag. Das Datum erinnert nicht nur an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, sondern stellvertretend an die Französische Revolution als Ganzes. In Paris nimmt der Präsident eine große Militärparade ab und überall im Land feiern die Franzosen auf Volksfesten die Erinnerung an die Revolution.

Ihr habt viel über die Französische Revolution gelernt. Die fünf Revolutionsjahre verliefen – wie ihr gesehen habt – keineswegs geradlinig. Aus heutiger Sicht werden verschiedene Phasen und Ereignisse der Revolution positiv und andere negativ beurteilt. Deshalb kann man die Frage stellen: Ist der 14. Juli tatsächlich ein Tag zum Feiern? Oder sollte besser auf solche Feiern verzichtet werden?

 

Aufgaben

1 | Jeder soll in einer Tabelle mit zwei Spalten (Überschrift: 14. Juli – ein Tag zum Feiern?) in die Spalte Pro 14. Juli Argumente eintragen, die dafür sprechen den 14. Juli als Nationalfeiertag zu feiern, und die rechte Spalte Contra 14. Juli Argumente, die für den Verzicht auf solche Feiern sprechen könnten. Überlege, welche Ereignisse aus heutiger Sicht positiv oder negativ bewertet werden (z.B. Menschenrechte, Schreckensherrschaft usw.).

Kugellager

2 | Führt anschließend die Methode Kugellager durch. Dafür braucht ihr mehr Platz als euch im Klassenzimmer zur Verfügung steht. Am besten geht eure ganze Klasse auf den Schulhof. Beim Kugellager stellen sich alle Schüler wie im Bild rechts in einem Innen- und Außenkreis paarweise auf. Auf ein Zeichen soll jedes Paar über die Streitfrage: „Der 14. Juli – ein Tag zum Feiern?“ diskutieren.

Achtung! Du kannst dir deine Meinung nicht aussuchen. Wenn du im Innenkreis stehst, musst du gegen den 14. Juli als Feiertag argumentieren. Der Außenkreis ist dafür.

Pro 14. Juli | Die positiven Seiten der Französischen Revolution überwiegen. Die Feiern sind richtig.

Contra 14. Juli | Die negativen Seiten der Französischen Revolution überwiegen. Auf Feiern sollte verzichtet werden.

Auf ein Signal, das der Lehrer gibt (z.B. Klatschen) wechseln die Schüler im Außenkreis alle 90 Sekunden nach links zum nächsten Schüler. Die Diskussion beginnt immer wieder von vorn. Nach 3 bis 5 Runden wechseln alle Schüler die Rollen: Der Außenkreis tauscht nach innen und umgekehrt. Danach werden noch 2 bis 3 weitere Runden durchgeführt.

 

3 | Nachdem das Kugellager beendet ist, diskutiert ihr gemeinsam, welche Argumente in den Diskussionen besonders überzeugt haben und welche nicht. Am Schluss führt ihr in der Klasse eine Abstimmung zur Streitfrage: 14. Juli – ein Tag zum Feiern? ab und erstellt ein Meinungsbild. Das Ergebnis des Meinungsbildes könnt ihr in eure Mappen eintragen:

Pro: _______ Stimmen

Contra: _______ Stimmen

unentschieden: _______ Stimmen

 

Stichworte zum Modul 14. Juli – ein Tag zum Feiern? | Französische Revolution | Frankreich | Nationalfeiertag | Kugellager | Erinnern und Gedenken | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Arbeitsblatt

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Alte Welt trifft neue Welt | Bilder der „Entdeckung“ Amerikas https://segu-geschichte.de/alte-welt-trifft-neue-welt/ Wed, 20 May 2015 07:56:13 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=971 Zeitalter der europäischen Expansion | Modul 3 | Quellen untersuchen: Gemälde und Zeichnungen | Perspektiven | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 30 min Theodor de Bry (siehe unten, Public Domain, Wikimedia)   Als Christoph Kolumbus und die Mannschaften der drei Schiffe seiner Entdeckungsfahrt auf der Suche nach der Westroute nach Indien am 12. Oktober 1492 die Insel Guanahani in der Karibik erreichten und amerikanischen Boden betraten, wussten sie nicht, dass ein eigener Kontinent zwischen Europa und Asien liegt – Amerika. Dies erkannte erst der Italiener Amerigo Vespucci, nach dem Amerika benannt wurde. Noch bis zu seinem Tod 1506 glaubte Kolumbus, er sei tatsächlich auf die Ostküste Indiens gestoßen (deshalb nannte er die Bewohner der Insel ... weiterlesen ...

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Zeitalter der europäischen Expansion | Modul 3 | Quellen untersuchen: Gemälde und Zeichnungen | Perspektiven | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 30 min

1492Theodor de Bry (siehe unten, Public Domain, Wikimedia)

 

Als Christoph Kolumbus und die Mannschaften der drei Schiffe seiner Entdeckungsfahrt auf der Suche nach der Westroute nach Indien am 12. Oktober 1492 die Insel Guanahani in der Karibik erreichten und amerikanischen Boden betraten, wussten sie nicht, dass ein eigener Kontinent zwischen Europa und Asien liegt – Amerika. Dies erkannte erst der Italiener Amerigo Vespucci, nach dem Amerika benannt wurde. Noch bis zu seinem Tod 1506 glaubte Kolumbus, er sei tatsächlich auf die Ostküste Indiens gestoßen (deshalb nannte er die Bewohner der Insel „Indios“, auf deutsch: „Indianer“).

Kolumbus führte ein Tagebuch über seine Entdeckungsfahrt. Über den 12. Oktober 1492 schrieb er:

Um zwei Uhr morgens kam das Land in Sicht, von dem wir etwa 8 Seemeilen entfernt waren. Wir holten alle Segel ein und fuhren nur mit einem Großsegel, ohne Nebensegel. Dann lagen wir bei und warteten bis zum Anbruch des Tages, der ein Freitag war, an welchem wir zu einer Insel gelangten, die in der Indianersprache „Guanahaní“ hieß.

Dort erblickten wir allsogleich nackte Eingeborene. Ich begab mich, begleitet von Martin Alonso Pinzón und dessen Bruder Vicente Yánez, dem Kapitän der „Niña“, an Bord eines mit Waffen versehenen Bootes an Land. Dort entfaltete ich die königliche Flagge. […]

Sofort sammelten sich an jener Stelle zahlreiche Eingeborene der Insel an. In der Erkenntnis, dass es sich um Leute handle, die man weit besser durch Liebe als mit dem Schwerte retten und zu unserem Heiligen Glauben bekehren könne, gedachte ich sie mir zu Freunden zu machen und schenkte also einigen unter ihnen rote Kappen und Halsketten aus Glas und noch andere Kleinigkeiten von geringem Wert, worüber sie sich ungemein erfreut zeigten. Sie erreichten schwimmend unsere Schiffe und brachten uns Papageien, Knäuel von Baumwollfaden, lange Wurfspieße und viele andere Dinge noch, die sie mit dem eintauschten, was wir ihnen gaben, wie Glasperlen und Glöckchen

Kolumbus, Christoph: BordbuchFrankfurt am Main 1981, S. 44.

Schade, dass es 1492 noch keine Fotoapparate gab, denn gerne würden wir uns ein Bild von dieser ersten Begegnung von Kolumbus und seinen Mannschaften und der indigenen Bevölkerung auf Guanahani ansehen. Es ist noch nicht einmal eine Zeichnung überliefert, die von Kolumbus oder anderen Beteiligten seiner Entdeckungsfahrt angefertigt wurde.

Die große Bedeutung seiner „Entdeckung“ ist den Europäern erst im Laufe des 16. Jahrhunderts klar geworden und so wurde die Erinnerung an Christoph Kolumbus immer wichtiger. Verschiedene Künstler machten sich (obwohl sie gar nicht dabei waren) seither ihr eigenes Bild von dieser Begegnung. Hier drei Beispiele aus den Jahren 1594, 1862 und 1893:

 

Bild 1 | Theodor de Bry: „Kolumbus wird, als er zum ersten Mal in Indien angekommen, von den Einwohnern mit großen Geschenken verehret und begabet aufgenommen.“ (Originalunterschrift), Kupferstich von 1594 | Der Kupferstich de Brys gilt als Bildikone (also ein sehr bekanntes Bild) zur Illustrierung der Landung Kolumbus in der „neuen Welt“. Welche Szene de Bry nachzeichnen wollte, ist nicht eindeutig. In verschiedenen Zusammenhängen (z.B. in Schulbüchern) wird das Bild entweder der ersten Begegnung auf Guanahani am 12. Oktober 1492 oder der Landung auf Hispaniola Anfang Dezember 1492 zugeordnet. Matthias Bode vertritt die These, dass das Bild beide Ereignisse miteinander vermenge: De Bry habe den (teils fiktiven) Reisebericht des Italieners Girolamo Benzoni illustriert und dabei Elemente aus dessen Erzählung über die Landung auf Guanahani und der auf Hispaniola in einem Bild kombiniert. (vgl. Matthias Bode: Die Landung des Kolumbus. Ein Kupferstich von Theodor de Bry. In: Praxis Geschichte 2/2006, S. 48f.) | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

Bild 2 | Puebla Tolín: „Primer desembarco de Cristóbal Colón en América“ (Originaltitel)Die erste Landung des Kolumbus in Amerika, Historiengemälde von 1862 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

Bild 3 | Albert Bierstadt: „The Landing of Columbus“ (Originaltitel) – Die Landung des Kolumbus, Historiengemälde von 1893 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

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 Stichworte zum Modul Alte Welt trifft neue Welt | Geschichtsunterricht | Unterricht | Bilder | Geschichtsbilder | Kolumbus | Historiengemälde

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Abschluss Mittelalter | Drei Wände-Methode https://segu-geschichte.de/mein-mittelalter/ Mon, 18 May 2015 09:46:00 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=965 Herrschaft im Mittelalter | Modul 8 | Klassenmodul | Verstehen und Urteilen | ◻ leicht | ca. 20 min Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt. Fragt eure Lehrerin / euren Lehrer, ob ihr die Drei Wände-Methode durchführen könnt. Dieses Klassenmodul sollte aber erst begonnen werden, wenn ihr bereits mehrere Module zum Mittelalter bearbeitet habt.   Aufgabe Die Drei Wände-Methode ist schnell erklärt: Eine Schülerin oder ein Schüler liest den ersten Satz unten auf der Liste laut vor. Jede Schülerin und je­der Schüler muss sich jetzt entscheiden und geht zu einer der folgenden drei Wände in eurem Klassen­zimmer:   Wer den Satz mit JA beantwortet, geht zur Türseite. Wer den Satz mit NEIN beantwortet, ... weiterlesen ...

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Herrschaft im Mittelalter | Modul 8 | Klassenmodul | Verstehen und Urteilen | ◻ leicht | ca. 20 min

Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt. Fragt eure Lehrerin / euren Lehrer, ob ihr die Drei Wände-Methode durchführen könnt. Dieses Klassenmodul sollte aber erst begonnen werden, wenn ihr bereits mehrere Module zum Mittelalter bearbeitet habt.

 

Aufgabe

Die Drei Wände-Methode ist schnell erklärt: Eine Schülerin oder ein Schüler liest den ersten Satz unten auf der Liste laut vor. Jede Schülerin und je­der Schüler muss sich jetzt entscheiden und geht zu einer der folgenden drei Wände in eurem Klassen­zimmer:  

Wer den Satz mit JA beantwortet, geht zur Türseite.

Wer den Satz mit NEIN beantwortet, geht zur Fens­terseite.

Wer UNENTSCHIEDEN ist, geht an die Rückwand.

drei-waende

Dann sollt ihr über den Satz diskutieren. Dafür braucht ihr z.B. eine leere Plastik-Trinkflasche. Wenn sich jemand meldet, werft ihm oder ihr die Flasche (vorsichtig!) zu. So organisiert ihr eine Meldekette. Beachtet: Nur wer die Flasche hat, darf reden! Wenn die Diskussion beendet ist oder sich im Kreis dreht, könnt ihr den nächsten Satz vorlesen. Wurden alle Sätze vorgelesen, könnt ihr auch eigene Sätze vor­schlagen.  

Satz 1  

Ich hätte gerne im Mittelalter gelebt.

Satz 2  

Das Mittelalter geht uns heute nichts mehr an.

Satz 3 

Die Kreuzritter kämpften für eine gerechte Sache, denn sie wollten Jerusalem aus religiösen Gründen erobern.

Satz 4  

Das Mittelalter war – im Vergleich zu heute – eine sehr brutale Zeit.

Satz 5  

Mittelaltermärkte finde ich gut.

Satz 6 

Die Ständegesellschaft hatte mehr Vorteile als Nachteile, denn der dritte Stand wurde von Adel und Klerus beschützt.

Satz 7 

Das Mittelalter war rückständig. Griechen und Römer waren schon viel weiter, zum Beispiel in der Kunst, der Technik oder den Wissenschaften.

Satz 8  

Die riesigen gotischen Kathedralen dienten dazu, die Macht der Kirche zu demonstrieren und die „normalen“ Menschen einzuschüchtern.

 

Stichworte zum Modul Mittelalter | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Urteilen | Drei Wände Methode

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Scherbengericht | Rollenspiel https://segu-geschichte.de/scherbengericht/ Tue, 12 May 2015 04:48:06 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=710 Griechische Antike | Modul 7 | Klassenmodul: Rollenspiel | Verstehen und urteilen | Demokratie | ◻◻ mittel | ca. 40 min Scherbe mit dem Namen Perikles, 5. Jh. v. Chr., Agora-Museum Athen (Foto von 2006) | Vollständiges Bild und Bildnachweis (wallyg http://www.flickr.com/photos/wallyg/, Perikles Ostracization, CC BY 2.0, Wikimedia): Bild anklicken   Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt. Fragt eure Lehrerin oder eu­ren Lehrer, ob ihr dieses Rollenspiel durchführen könnt.    Was ist ein Scherbengericht? Bei Ausgrabungen in Athen hat man tausende Tonscherben gefunden, auf denen Namen eingeritzt sind (so wie im Bild rechts oben). Die Volksversammlung Athens (griechisch: Ekklesia) beriet einmal im Jahr darüber, ob ein Scherbengericht (griechisch: Ostrakismos) stattfinden sollte. Man hat ... weiterlesen ...

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Griechische Antike | Modul 7 | Klassenmodul: Rollenspiel | Verstehen und urteilen | Demokratie | ◻◻ mittel | ca. 40 min

scherbengerichtScherbe mit dem Namen Perikles, 5. Jh. v. Chr., Agora-Museum Athen (Foto von 2006) | Vollständiges Bild und Bildnachweis (wallyg http://www.flickr.com/photos/wallyg/, Perikles Ostracization, CC BY 2.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt. Fragt eure Lehrerin oder eu­ren Lehrer, ob ihr dieses Rollenspiel durchführen könnt. 

 

Was ist ein Scherbengericht? Bei Ausgrabungen in Athen hat man tausende Tonscherben gefunden, auf denen Namen eingeritzt sind (so wie im Bild rechts oben). Die Volksversammlung Athens (griechisch: Ekklesia) beriet einmal im Jahr darüber, ob ein Scherbengericht (griechisch: Ostrakismos) stattfinden sollte. Man hat alte Scherben benutzt, weil Papier damals noch sehr wertvoll war. Jeder stimm­berechtigte (also männliche) Bürger konnte eine Scherbe mit einem eingeritzten Namen als seine Stimme abgeben. Wenn mindestens 6000 Stimmen zusammen kamen, wurde ausgezählt, welcher Name am häufigsten eingeritzt worden war. Diese Person musste dann für zehn Jahre in die Verbannung und Athen verlassen.

Im Jahre 443 wurde gegen Perikles ein Scherbengericht abgehalten. Sein Gegner war damals Thukydides (nicht der berühmte Geschichtsschreiber, sondern ein gleichnamiger, damals bedeutender Feldherr und Politiker), der Perikles vorwarf, seine Macht zu missbrauchen. Plutarch berichtete über den Streit zwischen Gegnern und Befür­wortern des Perikles. Hier findest du die wichtigsten Argumente.

Position der Gegner des Perikles Position der Befürworter des Perikles

Perikles herrscht bereits seit zwei Jahrzehnten und hat dadurch zu viel Macht und Einfluss in Athen.

Er verschwendet Gelder für Prachtbauten und gibt viel zu viel Geld für Kultur und Künste aus.

Er hat dafür den Bundesschatz des attischen See­bundes verwendet und damit den Zorn der Bundes­genossen auf Athen gezogen.

Athen ist kein verlässlicher Partner mehr für die anderen griechischen Poleis. Kommt es zum Krieg, dann ist Athen zu schwach, um sich zu weh­ren.

Perikles hat viel Gutes für Athen getan.

Die Demokratie in Athen, die Künste und Wissen­schaften haben sich unter Perikles weit entwickelt.

Die Bauten des Perikles zeigen allen Griechen, wel­che die beste und schönste unter den griechischen Poleis ist – natürlich Athen!

Die anderen Poleis haben sich jahrelang auf Athen ver­lassen, deshalb steht den Athenern ein Anteil aus dem Bundesschatz zu. Ohne Athen wäre ganz Grie­chenland längst von den Persern erobert.

 

Ihr führt nun ein Rollenspiel durch. Folgende sechs Athener sind auf dem Weg zum Hügel Pnyx, um am Scherbengericht teilzu­nehmen:

1 | Philipos – der Baumeister

2 | Alexandros – der Soldat

3 | Krateos – der Finanzbeamte

4 | Sokrates – der Gelehrte

5 | Anaxagoras – Freund und Unterstützer des Perikles

6 | Silas – Freund und Unterstützer des Thukydides

Sie streiten sich über die Frage: Soll Perikles verbannt werden? Oder werden mehr Athener für die Verbannung des Thukydides stimmen?

 

Aufgaben

1 | Eure Klasse wird in sechs Gruppen aufgeteilt – am besten zählt ihr einfach immer von 1 bis 6 durch. Dann sollt ihr euch in eurer Gruppe treffen und diskutieren, welche Argumente aus der Tabelle zu eurer Rolle passen. Trefft eine Entscheidung, ob ihr für oder gegen die Verban­nung des Perikles seid. Um eure Argumente und die Entscheidung festzuhalten, sollt ihr eine Rollenkarte nach folgendem Schema anfertigen:

Rollenkarte

Anschließend lost ihr aus, wer die Rolle eurer Gruppe beim Rollenspiel spielen darf. Die Gruppenarbeit dauert 10 bis 15 Minuten.

 

2 | Jetzt wird das Rollen­spiel durchgeführt. Unterhaltet euch so lange, bis alle Argumente ausgetauscht sind. Das dauert etwa 5 bis 10 Minuten.

 

3 | Nachdem das Rollenspiel beendet ist, wird mit der ganzen Klasse das Scherbengericht durchge­führt. Jede Schülerin und jeder Schüler hat eine Stimme – ganz unabhängig davon, welche Entscheidung ihr bei der Gruppenarbeit getroffen habt. Wenn Perikles deiner Meinung verbannt werden soll, schreibe PERIKLES auf deinen Stimmzettel. Wenn Perikles bleiben soll, dann schreibe den Namen seines Geg­ners THUKYDIDES auf den Stimmzettel. Derjenige mit den meisten Stimmen wird verbannt.

 

4 | Fasst die wichtigsten Argumente, die während des Rollenspiels vorgetragen wurden, noch einmal an der Tafel und eurer Mappe zusammen. Das Scherbengericht sollte die Demokratie in Athen stärken. War eine Person zu mächtig, dann konnten die Athener mit dem Scherbengericht eine Tyrannis, also eine Alleinherrschaft verhindern. Diskutiert anschließend: Findet ihr das Scherbengericht gerecht? Und wie werden heute Politiker „in die Verbannung geschickt“?

 

Stichworte zum Modul Scherbengericht Ostrakismos | Griechische Antike | Athen | Demokratie | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Arbeitsblatt | Textquelle | Perikles

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