Kunst und Kultur – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de Mon, 22 Oct 2018 07:44:39 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 https://segu-geschichte.de/wp-content/uploads/2017/09/cropped-segugeschichtelogo2-32x32.jpg Kunst und Kultur – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de 32 32 Mediengeschichte im 19. und 20. Jahrhundert | Digitale Zeitleiste https://segu-geschichte.de/mediengeschichte/ Fri, 11 Nov 2016 11:45:07 +0000 http://segu-blog.de/?page_id=605 Was ist Geschichte? | Modul 7 | Verstehen und Urteilen | Mediengeschichte | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Die Zeitleiste steht unter CC BY SA Lizenz und darf auch auf anderen Seiten weiterveröffentlicht werden  | Die automatische Silbentrennung bei TimelineJS kann zu Rechtschreibfehlern führen   Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und Papier. Du kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen.    Erläuterungen zur Zeitleiste Die mittels Timeline JS erstellte Zeitleiste zur Geschichte der Kommunikations- und Massenmedien im 19. und 20. Jahrhundert gibt ... weiterlesen ...

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Was ist Geschichte? | Modul 7 | Verstehen und Urteilen | Mediengeschichte | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min

Die Zeitleiste steht unter CC BY SA Lizenz und darf auch auf anderen Seiten weiterveröffentlicht werden  | Die automatische Silbentrennung bei TimelineJS kann zu Rechtschreibfehlern führen

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Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

 

Erläuterungen zur Zeitleiste

Die mittels Timeline JS erstellte Zeitleiste zur Geschichte der Kommunikations- und Massenmedien im 19. und 20. Jahrhundert gibt einen Überblick zu sechs Themenbereichen mit folgenden Ereignispunkten | Zeitungen und Gedrucktes: Zeitung – Buch – Zensur – Illustrierte – Litfaßsäule – Pressefreiheit – Bücherverbrennung – Spiegel-Affäre – E-Books/Online-Journalismus | Kommunikation: Brief – Telegrafie – Seekabel – Postkarte – Telefon – Feldpost – Telefonzelle – E-Mail – Mobiltelefon | Fotografie und Film: Fotografie – Stummfilm – Kleinbildkamera – Tonfilm – Farbfilm – Foto-Journalismus – Digitalkamera | Tonaufnahme und -wiedergabe: Phonograph – Schallplatte – Kompaktkassette – Compact Disc – MP3-Player | Hörfunk und Fernsehen: Radio – “Volksempfänger” – Fernsehen | Computer und Internet: Computer – Homecomputer – Internet – Web2.0 – Smartphone – Digitale Überwachung.

Sowohl die Kategorisierung als auch die Auswahl an (teils exemplarischen) Ereignispunkten orientiert sich an einer schüleradressierten Darstellung. Dafür wird erstens ein Schwerpunkt auf die Entwicklung in Deutschland gelegt und zweitens versucht, auch gesellschaftliche und politische Auswirkungen der diversen Medienwandel mit einfließen zu lassen. Die Auseinandersetzung mit Mediengeschichte ist für Schüler/innen insofern bedeutsam, als sie Mediengattungen immer auch vor dem Hintergrund des Stands der medientechnischen Möglichkeiten reflektieren sollen und so stärker auf Intentionen, Perspektiven und die Rezeption von Quellen und Darstellungen schließen können. In den Darstellungstexten wird auf weiterführende Informationen hauptsächlich aus der Wikipedia verlinkt. Wesentlich ist – soweit vorhanden – auch digital verfügbare Quellen und Darstellungen zu verlinken. Die Zeitleiste verwendet ausschließlich frei lizensierte Bildmedien und kann als OER (Open Educational Resources) auch auf anderen Internetseiten weiterveröffentlicht werden.

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Goldene Zwanziger https://segu-geschichte.de/goldene-zwanziger/ Fri, 09 Sep 2016 12:13:34 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=13707 Weimarer Republik | Modul 5 | Wissen | Kunst und Kultur | ◻ leicht | ca. 20 min Unbekannter Fotograf: Tanztee im Esplanade, Berlin, Foto von 1926 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Bundesarchiv Bild 183-K0623-0502-001, Berlin, Tanztee im „Esplanade“, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia): Bild anklicken   Nach dem Krisenjahr 1923 erlebte die Wirtschaft der Weimarer Republik einen spürbaren Aufschwung. Die Jahre zwischen 1924 und 1929 werden deshalb als Goldene Zwanziger bezeichnet. Damit ist die Modernisierung sowohl in verschiedenen Lebensbereichen als auch in Kultur, Wissenschaften und Technik gemeint. In diesem Modul lernst du einige Personen und Begriffe der Goldenen Zwanziger kennen. Setze dafür zuerst das Puzzle richtig zusammen (im Vollbildmodus [Button unten rechts] kannst du mehr Details erkennen). Bildnachweis zum ... weiterlesen ...

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Weimarer Republik | Modul 5 | Wissen | Kunst und Kultur | ◻ leicht | ca. 20 min

goldene-zwanzigerUnbekannter Fotograf: Tanztee im Esplanade, Berlin, Foto von 1926 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Bundesarchiv Bild 183-K0623-0502-001, Berlin, Tanztee im „Esplanade“, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia): Bild anklicken

 

Nach dem Krisenjahr 1923 erlebte die Wirtschaft der Weimarer Republik einen spürbaren Aufschwung. Die Jahre zwischen 1924 und 1929 werden deshalb als Goldene Zwanziger bezeichnet. Damit ist die Modernisierung sowohl in verschiedenen Lebensbereichen als auch in Kultur, Wissenschaften und Technik gemeint. In diesem Modul lernst du einige Personen und Begriffe der Goldenen Zwanziger kennen. Setze dafür zuerst das Puzzle richtig zusammen (im Vollbildmodus [Button unten rechts] kannst du mehr Details erkennen).

Bildnachweis zum Quiz: alle via Wikimedia: Public Domain Carl GrossbergJoan Crawford Marlene Dietrich – CC BY SA BarchBot  Thomas MannZeppelin –  CC BY SA Christos Villators Einbauküche – CC BY SA Andreas Praefcke Weißenhofsiedlung – CC BY SA Landesarchiv BW PotsdamerPlatz

 

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Aufgaben

1 | Bearbeite das Quiz. Ordne dafür die Namen oder Begriffe dem richtigen Bild aus dem Puzzle zu.

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Video-Tipp

Du willst noch mehr über die Goldenen Zwanziger Jahre wissen? Dann kannst du das Video Wilde Jahre auf der Seite von musstewissen Geschichte anschauen. Es dauert knapp 7 Minuten. [externer Link: funk/ZDF]

 

Stichworte zum Modul Weimarer Republik | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Charleston | Neue Sachlichkeit | Zeppelin | Bauhaus | Le Corbusier | Potsdamer Platz | Verkehr | Thomas Mann | Literaturnobelpreis | Einbauküche | Marlene Dietrich

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Fotos machen Geschichte | Anfänge der Fotografie https://segu-geschichte.de/fotos/ Fri, 19 Feb 2016 06:41:03 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=8013 Revolution 1848 | Modul 9 | Quellen untersuchen: Fotos | Mediengeschichte ◻◻ mittel | ca. 20 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min Das erste bekannte Foto, auf dem Menschen „abgelichtet“ wurden, ist die Daguerreotypie „Boulevard du Temple“ von April oder Mai 1838. Der Fotograf Louis Daguerre benötigte für das Foto eine Belichtungszeit von mehreren Minuten. Deshalb „verschwinden“ alle sich bewegenden Objekte oder Personen – es sei denn, sie halten die ganze Zeit still – wie der Schuhputzer und sein Kunde | Bildnachweis (Public Domain, via Wikimedia): Bild anklicken   Heute sehen wir uns im Laufe eines jeden Tages hunderte Fotos an: Auf dem Smartphone oder anderen digitalen Geräten, in der Zeitung oder in Büchern, auf Werbeplakaten oder (dann als ... weiterlesen ...

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Revolution 1848 | Modul 9 | Quellen untersuchen: Fotos | Mediengeschichte ◻◻ mittel | ca. 20 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min

FotografieDas erste bekannte Foto, auf dem Menschen „abgelichtet“ wurden, ist die Daguerreotypie „Boulevard du Temple“ von April oder Mai 1838. Der Fotograf Louis Daguerre benötigte für das Foto eine Belichtungszeit von mehreren Minuten. Deshalb „verschwinden“ alle sich bewegenden Objekte oder Personen – es sei denn, sie halten die ganze Zeit still – wie der Schuhputzer und sein Kunde | Bildnachweis (Public Domain, via Wikimedia): Bild anklicken

 

Heute sehen wir uns im Laufe eines jeden Tages hunderte Fotos an: Auf dem Smartphone oder anderen digitalen Geräten, in der Zeitung oder in Büchern, auf Werbeplakaten oder (dann als „bewegte Bilder“) im Fernsehen. Fotos verschaffen uns viel stärker als nur Texte und Sprache einen (scheinbar) unmittelbaren Eindruck von einem Geschehen. Deshalb haben viele Fotos selbst „Geschichte gemacht“, weil sie auf ein großes Interesse in der Öffentlichkeit gestoßen sind und die öffentliche Meinung beeinflusst haben.

Die Fotografie ist noch gar nicht so alt. Parallel zu den revolutionären politischen Entwicklungen im 19. Jahrhundert entstand auch die Fotografie. Und das erste politische Ereignis in Europa, von dem auch (nur ganz wenige, nämlich zwei) Fotos erhalten sind, war die Revolution 1848 in Paris. In diesem Modul lernst du erstens wichtige Meilensteine der Entwicklung der Fotografie kennen.

Die ersten Fotos waren bis zur Erfindung des Negativfilms noch „Unikate“ (also Einzelstücke) und die meisten Menschen hatten im 19. Jahrhundert nur selten Gelegenheit, sich überhaupt einmal ein Foto anzuschauen. Das änderte sich erst, als es ab den 1880er Jahren möglich wurde, Fotos in Zeitungen oder Zeitschriften zu drucken. Deshalb lernst du zweitens die Entwicklung der Massenvervielfältigung von Fotos kennen.


Erläuterungen zu den Fotos | Bildnachweis, vergrößerte Ansicht | Weiterführende Links und Informationen


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Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

Stichworte zum Modul Fotos machen Geschichte – Anfänge Meilensteine Entwicklung der Fotografie | Revolution 1848 | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Bildquelle | Quellen| Visual History | Daguerreotypie | Blick aus dem Arbeitszimmer | Joseph Nicéphore Nièpce | Boulevard du Temple | Louis Daguerre | Schuhputzer | Mexikanisch-amerikanischer Krieg | Juniaufstand 1848 in Paris | Barrikaden | Schlachtfeld  Krimkrieg bei Sewastopol | Fotograf Roger Fenton | Fälschung | Druckvorlagen | Autotypie | Bismarck auf dem Sterbebett | Illustrierte Zeitschriften im Ersten Weltkrieg | Ebert in der Badehose | Bildmanipulation | Bildfälschung | Lenin | Trotzki

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Weberaufstand 1844 | Folgen und Wirkung https://segu-geschichte.de/weberaufstand-1844/ Wed, 16 Dec 2015 12:56:06 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=7764 Revolution 1848 | Modul 7 | Quellen untersuchen: Gemälde | Geschichte(n) schreiben | Protest ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Achtung! | Vor diesem Modul solltest du das Modul Weberaufstand 1844 | Ursachen und Verlauf bearbeitet haben. Berichte über den Weberaufstand 1844 in Schlesien verbreiteten sich rasch in allen deutschen Ländern. Besonders bekannt wurde das Gemälde Die schlesischen Weber. Setze zunächst das Bild zuerst richtig zusammen (im Vollbildmodus [Button unten rechts] kannst du mehr Details erkennen). Carl Wilhelm Hübner: Die schlesischen Weber, Ölgemälde von 1844 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)     Aufgaben Autorin dieses Moduls: Sabine Braun Stichworte zum Modul Karikatur Weberaufstand Ursachen und Folgen | Vormärz | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | ... weiterlesen ...

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Revolution 1848 | Modul 7 | Quellen untersuchen: Gemälde | Geschichte(n) schreiben | Protest ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min

Achtung! | Vor diesem Modul solltest du das Modul Weberaufstand 1844 | Ursachen und Verlauf bearbeitet haben.

Berichte über den Weberaufstand 1844 in Schlesien verbreiteten sich rasch in allen deutschen Ländern. Besonders bekannt wurde das Gemälde Die schlesischen Weber. Setze zunächst das Bild zuerst richtig zusammen (im Vollbildmodus [Button unten rechts] kannst du mehr Details erkennen).

Carl Wilhelm Hübner: Die schlesischen Weber, Ölgemälde von 1844 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

 

Aufgaben

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Autorin dieses Moduls: Sabine Braun

Stichworte zum Modul Karikatur Weberaufstand Ursachen und Folgen | Vormärz | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Arbeitsblatt | Bildquelle | Quellen| Weberaufstand | Schlesische Weber

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Charleston | „…reinigt die Tradition vom Staub der Jahrzehnte.“ https://segu-geschichte.de/charleston/ Tue, 08 Sep 2015 12:37:49 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=5507 Weimarer Republik | Modul 6 | Quellen untersuchen: Textquellen | Wandel und Umbrüche | Musik und Tanz | ◻◻ mittel | ca. 20 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min French Walery: Josephine Baker tanzt Charleston, Paris, Foto von 1926 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Demokratien sind offene Gesellschaften. Die Menschen können sich frei äußern und gerade im Bereich der Kultur – in Literatur, Kunst, Musik und Mode – kommen immer wieder neue Stilrichtungen und „Trends“ auf. Im 20. Jahrhundert wurden solche Trends zunehmend international: Amerikanische Stars lösten auch in Europa Begeisterung aus – zum Beispiel Josephine Baker, die den Tanzstil Charleston und die Jazz-Musik in Europa bekannt machte. Dieses Video zeigt Baker bei ... weiterlesen ...

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Weimarer Republik | Modul 6 | Quellen untersuchen: Textquellen | Wandel und Umbrüche | Musik und Tanz | ◻◻ mittel | ca. 20 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min

CharlestonFrench Walery: Josephine Baker tanzt Charleston, Paris, Foto von 1926 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Demokratien sind offene Gesellschaften. Die Menschen können sich frei äußern und gerade im Bereich der Kultur – in Literatur, Kunst, Musik und Mode – kommen immer wieder neue Stilrichtungen und „Trends“ auf. Im 20. Jahrhundert wurden solche Trends zunehmend international: Amerikanische Stars lösten auch in Europa Begeisterung aus – zum Beispiel Josephine Baker, die den Tanzstil Charleston und die Jazz-Musik in Europa bekannt machte. Dieses Video zeigt Baker bei einem Auftritt in Paris aus dem Jahr 1927. Es handelt sich um einen kurzen Ausschnitt aus der „La Revue Nègre“ oder „Neger-Revue“ – so der Name der Show, mit der sie in Paris und Berlin in Revue-Theatern auf der Bühne stand. Solche Shows waren damals sehr populär und der Begriff des „Negers“ war (anders als heute) beim Publikum eher positiv besetzt. Menschen mit schwarzer Hautfarbe galten damals als exotisch und aufreizend. In Berlin ging die Begeisterung so weit, dass sich manche Leute selbst schwarz schminkten und auf „Neger-Bällen“ trafen, um ausgelassen Charleston zu tanzen. Aus der Rückschau kann man sicher kritisch anmerken, dass es bei solcher Begeisterung auch nur um positive Vorurteile (aber eben um Vorurteile!)  handelte. Außerdem gab es starke kritische Stimmen zu Josephine Baker und ihren freizügigen Tänzen. In der rechten Presse wurde sie z.B. als „Nigger“ (dieser Begriff war auch damals schon ein Schimpfwort) bezeichnet.

 

Aufgaben

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2 | In einem Zeitschriftenartikel „Charleston – Jede Zeit hat den Tanz, den sie verdient“ vom Oktober 1926 beschreibt die Autorin Katharina Rathaus den neuen Tanzstil.

a) Lies dir den Artikel durch und setzte die Begriffe richtig ein.

 

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Quelle: Katharina Rathaus, „Charleston. Jede Zeit hat den Tanz, den sie verdient“, Uhu 3 (1926), S.120-21.

Worterklärungen | Ford: Amerikanische Autofirma, die seit 1926 Autos im Deutschen Reich herstellte | Strauß: Komponist | Zotteltrab: langsamer Gang | entladet: entlädt

 

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Stichworte zum Modul Goldene Zwanziger | 1920er | Weimarer Republik | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Charleston | Josephine Baker

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Römisches Militär | Die Trajanssäule https://segu-geschichte.de/roemisches-militaer/ Tue, 08 Sep 2015 10:47:31 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=5422 Römische Antike | Modul 4 | Quelle untersuchen: Relief | Krieg ◻◻ mittel | ca. 40 min Römische Legionäre mit ihrer Ausrüstung, Darstellung auf der Trajanssäule in Rom, Foto von 2008 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (MatthiasKabel, 04 colonna traiana da ovest 01b, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken     In der Nähe des Forum Romanum in Rom steht die 35 Meter hohe Trajanssäule. Wie ein Band ist ein etwa 200 Meter langes Relief (eine in Stein gehauene dreidimensionale Bildfläche) um die Säule gewickelt, der die Kriege Kaiser Trajans gegen die Daker im Gebiet des heutigen Rumäniens in etwa 100 Bildszenen nacherzählt. Die Anfang des 2. Jahrhundert errichtete Säule ist eine der wenigen Quellen, die uns Auskunft über das ... weiterlesen ...

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Römische Antike | Modul 4 | Quelle untersuchen: Relief | Krieg ◻◻ mittel | ca. 40 min

LegionRömische Legionäre mit ihrer Ausrüstung, Darstellung auf der Trajanssäule in Rom, Foto von 2008 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (MatthiasKabel, 04 colonna traiana da ovest 01b, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

 

In der Nähe des Forum Romanum in Rom steht die 35 Meter hohe Trajanssäule. Wie ein Band ist ein etwa 200 Meter langes Relief (eine in Stein gehauene dreidimensionale Bildfläche) um die Säule gewickelt, der die Kriege Kaiser Trajans gegen die Daker im Gebiet des heutigen Rumäniens in etwa 100 Bildszenen nacherzählt. Die Anfang des 2. Jahrhundert errichtete Säule ist eine der wenigen Quellen, die uns Auskunft über das Aussehen römischer Legionäre gibt.

Hier einige Informationen über das römische Militär:

  • Das römische Heer war in Legionen organisiert. Das Wort leitet sich ab vom lateinischen Verb legere (lesen; legio: ich lese) und bedeutet in diesem Zusammenhang Auserlesene.
  • Zu Beginn des Imperium Romanum gab es zunächst nur eine Legion. Später kamen immer mehr Legionen hinzu. Im 2. Jahrhundert, in dem das Römische Reich unter Kaiser Trajan seine größte Ausdehnung erreichte (siehe Modul: Rom | Vom Dorf zur Weltmacht), gab es etwa 30 Legionen mit einer Stärke von maximal 5500 römischen Legionären. Im Kriegsfall wurde die Anzahl der Soldaten um etwa gleich viele Auxiliare (Hilfstruppen) verdoppelt. Das Imperium Romanum verfügte somit über (schwankend) 100.000 bis 150.000 römische Legionäre, was bei einer Gesamtbevölkerungszahl von geschätzt 60 Millionen Menschen gar nicht so viel ist – vergleichbar etwa mit der Stärke der Bundeswehr im Verhältnis zur heutigen Bevölkerungszahl in Deutschland.
  • Legionäre waren in der Kaiserzeit Berufssoldaten. Ihre Ausrüstung wurde ihnen vom Staat zur Verfügung gestellt. Sie wog etwa 40 kg – die Legionäre mussten sie selber tragen! Nach 16 Jahren in der Legion erhielten die Soldaten bei ihrer Entlassung aus dem Militärdienst ein Stück Land.

 

Aufgaben

1 | Auf dem Foto der Trajanssäule (Ansicht von Südost) sind vier gelbe Punkte, die dir einige Informationen über die Säule geben, und neun rote Punkte, bei denen einige Bildausschnitte vergrößert werden, markiert.

a) Schau dir die Säule und die einzelnen Bilder in Ruhe an und lies dir die zusätzlichen Informationen durch.

 

Bildnachweis: MatthiasKabel, Trajans column from SE, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia | Eine Großansicht des Fotos der Säule kannst du dir hier anschauen

 

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Stichworte zum Modul Römisches Militär | Legion | Legionäre | Ausrüstung  | Trajan | Trajanssäule | Rom | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Denkmal | Polybios

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Das Gesicht des Pharao | Herrscherbilder https://segu-geschichte.de/pharao/ Tue, 08 Sep 2015 10:22:55 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=5421 Frühe Hochkulturen: Ägypten | Modul 4 | Quellen untersuchen: Sachquellen | Herrscherbilder | ◻◻ mittel | ca. 30 min Totenmaske des Tutanchamun | Bildnachweis (Public Domain, Wikipedia): Bild anklicken   Wie sieht ein Pharao aus? Die meisten Menschen denken sofort an die Totenmaske des Tutanchamun. Er war zwar kein bedeutender Pharao und ist ganz jung – mit etwa 18 Jahren – gestorben. Berühmt geworden aber ist er deshalb, weil seine Grabkammer die bislang einzige ist, die mitsamt aller Grabbeilagen und seinem Sarkophag entdeckt wurde (siehe hierzu das Modul Aktuell: Weitere Kammern im Tutanchamun-Grab?). Alle anderen bisher gefundenen Pharaonengräber waren zuvor bereits geplündert worden. Darstellungen von Pharaonen gibt es viele. Die ägyptischen Herrscher haben zahlreiche Portraits und Statuen von sich anfertigen ... weiterlesen ...

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Frühe Hochkulturen: Ägypten | Modul 4 | Quellen untersuchen: Sachquellen | Herrscherbilder | ◻◻ mittel | ca. 30 min

PharaoTotenmaske des Tutanchamun | Bildnachweis (Public Domain, Wikipedia): Bild anklicken

 

Wie sieht ein Pharao aus? Die meisten Menschen denken sofort an die Totenmaske des Tutanchamun. Er war zwar kein bedeutender Pharao und ist ganz jung – mit etwa 18 Jahren – gestorben. Berühmt geworden aber ist er deshalb, weil seine Grabkammer die bislang einzige ist, die mitsamt aller Grabbeilagen und seinem Sarkophag entdeckt wurde (siehe hierzu das Modul Aktuell: Weitere Kammern im Tutanchamun-Grab?). Alle anderen bisher gefundenen Pharaonengräber waren zuvor bereits geplündert worden.

Darstellungen von Pharaonen gibt es viele. Die ägyptischen Herrscher haben zahlreiche Portraits und Statuen von sich anfertigen lassen, um ihre Macht zu demonstrieren oder um der Nachwelt in Erinnerung zu bleiben. Außer der Totenmaske Tutanchamuns sind vor allem zahlreiche Statuen aus Stein erhalten geblieben. Die Fotos zeigen drei Beispiele solcher Statuen – die älteste von Pharao Djoser (um 2700 v. Chr.). Die jüngste Darstellung ist die des Pharaos Tutanchamun.

Setze zuerst die Gesichter folgender vier Pharaonen richtig zusammen: 

Quelle 1 | Statue des Pharaos Djoser (ca. 2748-ca. 2700), Ägyptisches Museum Kairo, Foto von 2007 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

 Quelle 2 | Statue des Pharaos Ramses II. (ca. 1303-1213), British Museum, Foto von 2010 | Bildnachweis (Speedster, Ramses ii statue-london-england-british-museum, CC BY-SA 4.0, Wikimedia) 

 

Quelle 3 | Statue der Pharaonin Hatschepsut (ca. 1495-ca.1458), Hatschepsut-Tempel in Theben, Foto von 2009 | Bildnachweis (Rémih, Hatshepsut temple33, CC BY-SA 3.0, Wikimedia)

 

Quelle 4 | Totenmaske des Pharaos Tutanchamun (ca. 1341-ca.1323), Ägyptisches Museum Kairo, Foto von 2007 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

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Quer denken

Tipp

Herrscherbilder sind auch aus verschiedenen anderen Epochen der Geschichte überliefert. In der Modulserie Geschichte quer Denken – Herrscherbilder  kannst du dir verschiedene weitere Beispiele ansehen.

 

 

Stichworte zum Modul Das Gesicht des Pharao | Herrscherbilder | Frühe Hochkulturen | Altes Ägypten | Herrschaft | Monarchie | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Bildquelle | Quellen | Denkmäler

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Denkmäler untersuchen | Anleitung https://segu-geschichte.de/denkmal-denkmaeler-untersuchen/ Wed, 20 May 2015 08:56:14 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=1027 Es gibt viele Arten von Denkmälern, die an Persönlichkeiten oder Ereignisse aus der Vergangenheit erinnern sollen. Jedes Denkmal will eine bestimmte Botschaft transportieren. Wer Denkmäler untersuchen will, muss drei Zeitebenen unterscheiden: Auf Zeitebene A geht es um das historische Ereignis oder die Persönlichkeit(en), an die erinnert werden soll. Zeitebene B ist die wichtigste, um das Denkmal zu verstehen. Hier geht es um den Entstehungszeitpunkt des Denkmals: Wer hat es wann und mit welcher Absicht erbaut (bzw. erbauen lassen)? Zeitebene C bezieht sich auf die Gegenwart: Wie sieht das Denkmal heute aus und wie wird es in der Öffentlichkeit wahrgenommen?   Die Untersuchung von Denkmälern wird dir hier anhand des Beispiels Bismarckdenkmal in Hamburg vorgeführt:

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Es gibt viele Arten von Denkmälern, die an Persönlichkeiten oder Ereignisse aus der Vergangenheit erinnern sollen. Jedes Denkmal will eine bestimmte Botschaft transportieren. Wer Denkmäler untersuchen will, muss drei Zeitebenen unterscheiden:

  • Auf Zeitebene A geht es um das historische Ereignis oder die Persönlichkeit(en), an die erinnert werden soll.
  • Zeitebene B ist die wichtigste, um das Denkmal zu verstehen. Hier geht es um den Entstehungszeitpunkt des Denkmals: Wer hat es wann und mit welcher Absicht erbaut (bzw. erbauen lassen)?
  • Zeitebene C bezieht sich auf die Gegenwart: Wie sieht das Denkmal heute aus und wie wird es in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

 

Die Untersuchung von Denkmälern wird dir hier anhand des Beispiels Bismarckdenkmal in Hamburg vorgeführt:

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Alte Welt trifft neue Welt | Bilder der „Entdeckung“ Amerikas https://segu-geschichte.de/alte-welt-trifft-neue-welt/ Wed, 20 May 2015 07:56:13 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=971 Zeitalter der europäischen Expansion | Modul 3 | Quellen untersuchen: Gemälde und Zeichnungen | Perspektiven | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 30 min Theodor de Bry (siehe unten, Public Domain, Wikimedia)   Als Christoph Kolumbus und die Mannschaften der drei Schiffe seiner Entdeckungsfahrt auf der Suche nach der Westroute nach Indien am 12. Oktober 1492 die Insel Guanahani in der Karibik erreichten und amerikanischen Boden betraten, wussten sie nicht, dass ein eigener Kontinent zwischen Europa und Asien liegt – Amerika. Dies erkannte erst der Italiener Amerigo Vespucci, nach dem Amerika benannt wurde. Noch bis zu seinem Tod 1506 glaubte Kolumbus, er sei tatsächlich auf die Ostküste Indiens gestoßen (deshalb nannte er die Bewohner der Insel ... weiterlesen ...

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Zeitalter der europäischen Expansion | Modul 3 | Quellen untersuchen: Gemälde und Zeichnungen | Perspektiven | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 30 min

1492Theodor de Bry (siehe unten, Public Domain, Wikimedia)

 

Als Christoph Kolumbus und die Mannschaften der drei Schiffe seiner Entdeckungsfahrt auf der Suche nach der Westroute nach Indien am 12. Oktober 1492 die Insel Guanahani in der Karibik erreichten und amerikanischen Boden betraten, wussten sie nicht, dass ein eigener Kontinent zwischen Europa und Asien liegt – Amerika. Dies erkannte erst der Italiener Amerigo Vespucci, nach dem Amerika benannt wurde. Noch bis zu seinem Tod 1506 glaubte Kolumbus, er sei tatsächlich auf die Ostküste Indiens gestoßen (deshalb nannte er die Bewohner der Insel „Indios“, auf deutsch: „Indianer“).

Kolumbus führte ein Tagebuch über seine Entdeckungsfahrt. Über den 12. Oktober 1492 schrieb er:

Um zwei Uhr morgens kam das Land in Sicht, von dem wir etwa 8 Seemeilen entfernt waren. Wir holten alle Segel ein und fuhren nur mit einem Großsegel, ohne Nebensegel. Dann lagen wir bei und warteten bis zum Anbruch des Tages, der ein Freitag war, an welchem wir zu einer Insel gelangten, die in der Indianersprache „Guanahaní“ hieß.

Dort erblickten wir allsogleich nackte Eingeborene. Ich begab mich, begleitet von Martin Alonso Pinzón und dessen Bruder Vicente Yánez, dem Kapitän der „Niña“, an Bord eines mit Waffen versehenen Bootes an Land. Dort entfaltete ich die königliche Flagge. […]

Sofort sammelten sich an jener Stelle zahlreiche Eingeborene der Insel an. In der Erkenntnis, dass es sich um Leute handle, die man weit besser durch Liebe als mit dem Schwerte retten und zu unserem Heiligen Glauben bekehren könne, gedachte ich sie mir zu Freunden zu machen und schenkte also einigen unter ihnen rote Kappen und Halsketten aus Glas und noch andere Kleinigkeiten von geringem Wert, worüber sie sich ungemein erfreut zeigten. Sie erreichten schwimmend unsere Schiffe und brachten uns Papageien, Knäuel von Baumwollfaden, lange Wurfspieße und viele andere Dinge noch, die sie mit dem eintauschten, was wir ihnen gaben, wie Glasperlen und Glöckchen

Kolumbus, Christoph: BordbuchFrankfurt am Main 1981, S. 44.

Schade, dass es 1492 noch keine Fotoapparate gab, denn gerne würden wir uns ein Bild von dieser ersten Begegnung von Kolumbus und seinen Mannschaften und der indigenen Bevölkerung auf Guanahani ansehen. Es ist noch nicht einmal eine Zeichnung überliefert, die von Kolumbus oder anderen Beteiligten seiner Entdeckungsfahrt angefertigt wurde.

Die große Bedeutung seiner „Entdeckung“ ist den Europäern erst im Laufe des 16. Jahrhunderts klar geworden und so wurde die Erinnerung an Christoph Kolumbus immer wichtiger. Verschiedene Künstler machten sich (obwohl sie gar nicht dabei waren) seither ihr eigenes Bild von dieser Begegnung. Hier drei Beispiele aus den Jahren 1594, 1862 und 1893:

 

Bild 1 | Theodor de Bry: „Kolumbus wird, als er zum ersten Mal in Indien angekommen, von den Einwohnern mit großen Geschenken verehret und begabet aufgenommen.“ (Originalunterschrift), Kupferstich von 1594 | Der Kupferstich de Brys gilt als Bildikone (also ein sehr bekanntes Bild) zur Illustrierung der Landung Kolumbus in der „neuen Welt“. Welche Szene de Bry nachzeichnen wollte, ist nicht eindeutig. In verschiedenen Zusammenhängen (z.B. in Schulbüchern) wird das Bild entweder der ersten Begegnung auf Guanahani am 12. Oktober 1492 oder der Landung auf Hispaniola Anfang Dezember 1492 zugeordnet. Matthias Bode vertritt die These, dass das Bild beide Ereignisse miteinander vermenge: De Bry habe den (teils fiktiven) Reisebericht des Italieners Girolamo Benzoni illustriert und dabei Elemente aus dessen Erzählung über die Landung auf Guanahani und der auf Hispaniola in einem Bild kombiniert. (vgl. Matthias Bode: Die Landung des Kolumbus. Ein Kupferstich von Theodor de Bry. In: Praxis Geschichte 2/2006, S. 48f.) | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

Bild 2 | Puebla Tolín: „Primer desembarco de Cristóbal Colón en América“ (Originaltitel)Die erste Landung des Kolumbus in Amerika, Historiengemälde von 1862 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

Bild 3 | Albert Bierstadt: „The Landing of Columbus“ (Originaltitel) – Die Landung des Kolumbus, Historiengemälde von 1893 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

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 Stichworte zum Modul Alte Welt trifft neue Welt | Geschichtsunterricht | Unterricht | Bilder | Geschichtsbilder | Kolumbus | Historiengemälde

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Streik | eine Geschichte erzählen https://segu-geschichte.de/streik/ Tue, 19 May 2015 04:54:46 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=1031 Industrielle Revolution und soziale Frage | Modul 6 | Quellen untersuchen: Gemälde | Arm und Reich | Protest | ◻◻ mittel | ca. 30 min Die industrielle Revolution führte zu einem tiefgreifenden Wandel des Alltagslebens. Viele Menschen zogen vom Land in die rasch wachsenden Städte und suchten Arbeit in den Fabriken. Die Arbeit war oft hart und gesundheitsschädlich, und die Bezahlung war schlecht. Die Arbeiter lebten mit ihren Familien in engen Wohnungen und hatten wenig zu essen, weshalb sie immer unzufriedener wurden. Die mit den gesellschaftlichen Veränderungen entstandenen Probleme nannten die Menschen im 19. Jahrhundert die soziale Frage.   Robert Koehler: Der Streik, Gemälde von 1886 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia) Die Arbeiter begannen sich in (anfangs ... weiterlesen ...

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Industrielle Revolution und soziale Frage | Modul 6 | Quellen untersuchen: Gemälde | Arm und Reich | Protest | ◻◻ mittel | ca. 30 min

Die industrielle Revolution führte zu einem tiefgreifenden Wandel des Alltagslebens. Viele Menschen zogen vom Land in die rasch wachsenden Städte und suchten Arbeit in den Fabriken. Die Arbeit war oft hart und gesundheitsschädlich, und die Bezahlung war schlecht. Die Arbeiter lebten mit ihren Familien in engen Wohnungen und hatten wenig zu essen, weshalb sie immer unzufriedener wurden. Die mit den gesellschaftlichen Veränderungen entstandenen Probleme nannten die Menschen im 19. Jahrhundert die soziale Frage.

 

Robert Koehler: Der Streik, Gemälde von 1886 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

Die Arbeiter begannen sich in (anfangs verbotenen) Parteien und Gewerkschaften zu organisieren, um gegen die Arbeits- und Lebensbedingungen zu protestieren. Der Maler Robert Kohler hat diesen Konflikt in seinem GemäldeDer Streik“ von 1886 dargestellt. In diesem Modul sollst du dich über die soziale Frage informieren und das Gemälde Kohlers genauer untersuchen.

 

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Stichworte zum Modul Streik | Industrialisierung | Industrielle Revolution | soziale Frage | Arbeiterbewegung | Protest | Geschichtsunterricht | Unterricht | Gemälde | Kunst

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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