Protest und Aufstände – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de Fri, 19 Oct 2018 09:57:48 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 https://segu-geschichte.de/wp-content/uploads/2017/09/cropped-segugeschichtelogo2-32x32.jpg Protest und Aufstände – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de 32 32 Weihnachtsfrieden 1914 | einen Werbespot hinterfragen https://segu-geschichte.de/weihnachtsfrieden/ Fri, 19 Oct 2018 08:35:50 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=19862 Erster Weltkrieg | Modul 8 | Verstehen und urteilen | Geschichtsbilder hinterfragen | ◻◻ mittel | ca. 40 min  Fotograf: Schütze (Rifleman) R.W. Turner: „British and German soldiers fraternising at Ploegsteert, Belgium, on Christmas Day 1914, Front of 11th Brigade, 4th Division“ | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt.   Als im August der Erste Weltkrieg begann, glaubten die Soldaten aller am Krieg beteiligten Soldaten an einen schnellen Sieg. Die Propaganda versprach ihnen, „Weihnachten wieder zu Hause zu sein″. Doch seit dem Spätherbst 1914 wurde deutlich, dass von einem schnellen Sieg keine Rede sein konnte, denn die Fronten erstarrten im Stellungskrieg. Über das Kämpfen und Sterben der Soldaten in den Schützengräben kannst ... weiterlesen ...

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Erster Weltkrieg | Modul 8 | Verstehen und urteilenGeschichtsbilder hinterfragen | ◻◻ mittel | ca. 40 min 

Fotograf: Schütze (Rifleman) R.W. Turner: „British and German soldiers fraternising at Ploegsteert, Belgium, on Christmas Day 1914, Front of 11th Brigade, 4th Division“ | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt.

 

Als im August der Erste Weltkrieg begann, glaubten die Soldaten aller am Krieg beteiligten Soldaten an einen schnellen Sieg. Die Propaganda versprach ihnen, „Weihnachten wieder zu Hause zu sein″. Doch seit dem Spätherbst 1914 wurde deutlich, dass von einem schnellen Sieg keine Rede sein konnte, denn die Fronten erstarrten im Stellungskrieg. Über das Kämpfen und Sterben der Soldaten in den Schützengräben kannst du dich hier informieren. Im Winter war das Ausharren in den Gräben besonders hart.

An Weihnachten 1914 ereigneten sich bemerkenswerte Vorfälle an mehreren Frontabschnitten – vor allem dort, wo sich deutsche und britische Soldaten gegenüberstanden. Schaut euch zunächst das folgende Video an. Es ist ein 2014 veröffentlichter, aufwändig produzierter Werbespot einer britischen Kaufhauskette, der den „Christmas Truce“ (englisch: Weihnachts-Waffenstillstand) in Spielfilm-Qualität nacherzählt. Das Video dauert knapp dreieinhalb Minuten.

 

Werbespot: „Christmas Truce of 1914 – Christmas is for sharing“

 

Die Fraternisierung (also Verbrüderung) deutscher und britischer Soldaten zwischen dem 23. und dem 25. Dezember 1914 ist durch zahlreiche Quellen, darunter auch einige Fotos belegt. Die Soldaten feierten spontan zusammen, andernorts hielten sie gemeinsame Gottesdienste ab. Und tatsächlich sind mehrere Fußballspiele zwischen Briten und Deutschen überliefert. An der Verbrüderung sollen mindestens 100.000 Soldaten beteiligt gewesen sein. Aufgrund des großen Ausmaßes entschieden die Militärführer auf beiden Seiten, die aus ihrer Sicht unerwünschten Fraternisierungen nicht zu bestrafen. Allerdings wurden in den darauffolgenden Jahren im Vorfeld der Weihnachtstage harte Strafen für Verbrüderungen angedroht. So blieb der Weihnachtsfrieden von 1914 ein einmaliges Ereignis.

 

Aufgaben

1Nehmt euch etwa 20 Minuten Zeit zur Recherche von Informationen und notiert sie in Stichpunkten. Lies dir im Wikipedia-Artikel zum Weihnachtsfrieden 1914 die vier Absätze 24. Dezember – Feinde im NiemandslandEinzelne Ereignisse und ErinnerungenDas Ende des Waffenstillstandes sowie Konsequenzen durch. Wenn du noch Zeit hast, kannst du dir auch noch den kritischen Zeitungsartikel „Der «Weihnachtsfrieden» war keiner“ von Markus Pöhlmann in der NZZ (Neuen Zürcher Zeitung) durchlesen. 

 

2 | Anschließend sollt ihr die Drei-Wände-Methode durchführen. Eine Schülerin oder ein Schüler liest den ersten Satz unten auf der Liste laut vor. Jede Schülerin und je­der Schüler muss sich jetzt entscheiden und geht zu einer der folgenden drei Wände in eurem Klassen­zimmer:  

 

Wer dem Satz mit JA zustimmt, geht zur Türseite.

Wer dem Satz mit NEIN nicht zustimmt, geht zur Fens­terseite.

Wer UNENTSCHIEDEN ist, geht an die Rückwand.

 

drei-waende

 

Dann sollt ihr über den Satz diskutieren. Dafür braucht ihr z.B. eine leere Plastik-Trinkflasche. Wenn sich jemand meldet, werft ihm oder ihr die Flasche (vorsichtig!) zu. So organisiert ihr eine Meldekette. Beachtet: Nur wer die Flasche hat, darf reden! Wenn die Diskussion beendet ist oder sich im Kreis dreht, könnt ihr den nächsten Satz vorlesen. Wurden alle Sätze vorgelesen, könnt ihr auch eigene Sätze vor­schlagen.  

 

Satz 1  

Der Weihnachtsfrieden von 1914 ist zwar eine schöne Geschichte – aber mit Soldaten, die sich fraternisieren, kann man schlecht Krieg führen. 

Satz 2  

Der Weihnachts“frieden“ von 1914 ist zwar eine schöne Geschichte – aber schon nach wenigen Tagen standen sich die Soldaten wieder als Feinde gegenüber und kämpften gegeneinander. Von einem wirklichen Frieden könnte man nur sprechen, wenn sie versucht hätten, den Krieg durch eine große Meuterei tatsächlich zu beenden. 

Satz 3 

Das Video hat mich berührt. Es zeigt, dass selbst im Krieg Menschlichkeit möglich ist und die Soldaten ihre wenigen Habseligkeiten miteinander teilen. Denn es stimmt: „Christmas is for sharing“! 

Satz 4

Den Ersten Weltkrieg, der etwa 17 Millionen Menschen das Leben kostete, zum Thema eines Werbespots für eine Kaufhauskette zu machen – das ist geschmacklos!

Satz 5

Besonders in England, aber inzwischen auch in Deutschland wird heute häufig auch mit kitschigen Bildern an den Weihnachtsfrieden erinnert. Das ist komisch: Soll hier ein Bild vom „schönen Krieg“ gezeichnet werden? Ein solches Bild kann zu der Aussage missbraucht werden: Krieg ist doch gar nicht so furchtbar. Ich finde, es sollte nicht an den Weihnachtsfrieden, sondern an die schrecklichen Folgen des Ersten Weltkrieges erinnert werden. 


Stichworte zum Modul
Weihnachtsfrieden | Drei Wände-Methode | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Urteilen | Erster Weltkrieg 

 

 

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1968 | Studentenproteste https://segu-geschichte.de/1968-studentenproteste/ Mon, 14 Nov 2016 08:32:04 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=15790 Bundesrepublik Deutschland | Modul 6 | Quellen untersuchen: Bildquellen | Umbrüche | ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe Ludwig Binder: Demonstration gegen den Vietnamkrieg auf dem Kurfürstendamm, Foto vom 21. Oktober 1967 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Stiftung Haus der Geschichte, Ludwig Binder Haus der Geschichte Studentenrevolte 1968 2001 03 0275.0011 (16910985309), CC BY-SA 2.0, via Wikimedia): Bild anklicken   In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre kam es vielen Ländern – beispielsweise in den USA oder in verschiedenen Staaten Westeuropas – zu einer wachsenden Proteststimmung vornehmlich unter Studenten. In Deutschland werden diese Proteste heute als 68er-Bewegung bezeichnet. Die Auflehnung richtete sich gegen den Krieg der USA in Vietnam, gegen den von den Studenten als autoritär ... weiterlesen ...

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Bundesrepublik Deutschland | Modul 6 | Quellen untersuchen: Bildquellen | Umbrüche | ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe

Ludwig Binder: Demonstration gegen den Vietnamkrieg auf dem Kurfürstendamm, Foto vom 21. Oktober 1967 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Stiftung Haus der Geschichte, Ludwig Binder Haus der Geschichte Studentenrevolte 1968 2001 03 0275.0011 (16910985309), CC BY-SA 2.0, via Wikimedia): Bild anklicken

 

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre kam es vielen Ländern – beispielsweise in den USA oder in verschiedenen Staaten Westeuropas – zu einer wachsenden Proteststimmung vornehmlich unter Studenten. In Deutschland werden diese Proteste heute als 68er-Bewegung bezeichnet. Die Auflehnung richtete sich gegen den Krieg der USA in Vietnam, gegen den von den Studenten als autoritär empfundenen Staat und auch gegen die Generation der Eltern.

 

Aufgaben

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Vertiefende Aufgabe | optional | zu Hause zu bearbeiten

3 | Gibt es in deiner Familie oder deinem Bekanntenkreis eine Person, die in den 1960er Jahren gelebt hat sich an die Jahre um 1968 selbst erinnert? Du kannst sie bitten, ob sie folgende vier Fragen beantworten möchte.

  • An welche Ereignisse um das Jahr 1968 kannst du / können Sie sich noch erinnern?
  • Was hast du / haben Sie von den Studentenprotesten mitbekommen?
  • Wie war deine / Ihre Haltung zu den Studentenprotesten damals?
  • Und wie beurteilst du / beurteilen Sie die Studentenproteste heute?

 

Stichworte zum Modul Studentenproteste 1968 | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Fotos | APO | Rudi Dutschke | Vietnamkongress | 68er-Bewegung | Benno Ohnesorg | 2. Juni 1967

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Der dritte Stand | Karikatur https://segu-geschichte.de/der-dritte-stand/ Thu, 10 Nov 2016 14:32:30 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=1015 Französische Revolution | Modul 2 | Quellen untersuchen: Karikatur | Ständegesellschaft | ◻◻ mittel | ca. 30 min Im 18. Jahrhundert waren viele Menschen in Frankreich unzufrieden und ein gesellschaftlicher Konflikt spitzte sich immer weiter zu. Um welchen Konflikt ging es? Um diese Frage zu beantworten, sollst du folgendes Flugblatt aus dem Jahr 1789 untersuchen. Flugblätter waren zur Zeit der Französischen Revolution ein wichtiges Massenmedium, um gesellschaftliche Verhältnisse zu kritisieren. Viele Menschen konnten weder lesen noch schreiben, die Bildsprache der Karikatur aber konnten sie verstehen. Fahre mit der Maus über das Bild und lies dir die Informationen über Bilddetails (rote Punkte) und die dargestellten Personen (gelbe Punkte) genau durch.   Unbekannter Zeichner (Initialen: M.P.): „A faut esperer q’eu.s jeu la finira bentot“ (Es darf ... weiterlesen ...

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Französische Revolution | Modul 2 | Quellen untersuchen: Karikatur | Ständegesellschaft | ◻◻ mittel | ca. 30 min

Im 18. Jahrhundert waren viele Menschen in Frankreich unzufrieden und ein gesellschaftlicher Konflikt spitzte sich immer weiter zu. Um welchen Konflikt ging es? Um diese Frage zu beantworten, sollst du folgendes Flugblatt aus dem Jahr 1789 untersuchen. Flugblätter waren zur Zeit der Französischen Revolution ein wichtiges Massenmedium, um gesellschaftliche Verhältnisse zu kritisieren. Viele Menschen konnten weder lesen noch schreiben, die Bildsprache der Karikatur aber konnten sie verstehen. Fahre mit der Maus über das Bild und lies dir die Informationen über Bilddetails (rote Punkte) und die dargestellten Personen (gelbe Punkte) genau durch.

 

Unbekannter Zeichner (Initialen: M.P.): „A faut esperer q’eu.s jeu la finira bentot“ (Es darf gehofft werden, dass das Spiel bald vorbei ist), Karikatur von 1789 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia) 

 

Aufgabe

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Video-Tipp

Das Video Französische Revolution? auf der Seite von musstewissen Geschichte gibt dir einen kurzen Überblick und erklärt dir noch mehr Hintergründe zur Karikatur. Es dauert 7 Minuten. [externer Link: funk/ZDF]

 

Ständegesellschaft

segu-Tipp

Im segu-Modul Bete – Beschütze – Arbeite! | Ständegesellschaft lernst du eine etwa 300 Jahre ältere Bildquelle zu den drei Ständen kennen. Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Ständegesellschaft noch anders beurteilt.

 

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

Stichworte zum Modul Karikatur Dritter Stand | Französische Revolution | Adel | Klerus | Ständegesellschaft | Ständeordnung | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Bildquelle | Quellen | Flugblätter

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Depicting the conflict – a British perspective https://segu-geschichte.de/boston-tea-party/ Wed, 22 Jun 2016 08:12:27 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=12937 American History | Modul 7 | Quellen untersuchen: Karikatur | Protest und Aufstände | ◻◻ mittel | ca. 30 min Philipe Dawe: The Bostonians Paying the Excise-man, or Tarring and Feathering, Karikatir von 1774 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken    Vokabelliste   Since the Stamp Act of 1765, the British colonists in North America had rejected several taxes and tariffs which the British government had tried to impose. A central argument of the protesting colonists was that they could not decide about their own taxes, as they were not directly represented in the British Parliament – “no taxation without representation” became their slogan. As a result, new taxes were often met with protests, boycotts and ... weiterlesen ...

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American History | Modul 7 | Quellen untersuchen: Karikatur | Protest und Aufstände | ◻◻ mittel | ca. 30 min

Tea PartyPhilipe Dawe: The Bostonians Paying the Excise-man, or Tarring and Feathering, Karikatir von 1774 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

 Vokabelliste

 

Since the Stamp Act of 1765, the British colonists in North America had rejected several taxes and tariffs which the British government had tried to impose. A central argument of the protesting colonists was that they could not decide about their own taxes, as they were not directly represented in the British Parliament – “no taxation without representation” became their slogan. As a result, new taxes were often met with protests, boycotts and sometimes violence.

Boston, one of the largest cities in North America at the time, had been a centre of the protests since 1765. It was the origin of an organization called the Sons of Liberty, who played a major role in the battle against the Stamp Act throughout the Thirteen Colonies. Later on, those protesting against the taxes were often referred to as Patriots, while those who supported the British Government were called Tories or Loyalists.

The British government raised taxes on tea in 1767, but those had been avoided by many of the colonists. In 1773, Parliament passed the Tea Act, which aimed to enforce those taxes. This led to a new series of protests and unrest. On December 16th 1773, Bostonian demonstrators destroyed a whole shipload of English tea – this event is today called the “Boston Tea Party.“

On January 25th, 1774, the Bostonian Loyalist and customs official John Malcolm was captured, tarred and feathered by a group of Patriots. The caricature below was used to illustrate the events in America for an English audience. What view does it express?

 

 

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Stichworte zum Modul Depicting the conflict – a British perspective | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | American History | Boston Tea Party

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Weberaufstand 1844 | Folgen und Wirkung https://segu-geschichte.de/weberaufstand-1844/ Wed, 16 Dec 2015 12:56:06 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=7764 Revolution 1848 | Modul 7 | Quellen untersuchen: Gemälde | Geschichte(n) schreiben | Protest ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Achtung! | Vor diesem Modul solltest du das Modul Weberaufstand 1844 | Ursachen und Verlauf bearbeitet haben. Berichte über den Weberaufstand 1844 in Schlesien verbreiteten sich rasch in allen deutschen Ländern. Besonders bekannt wurde das Gemälde Die schlesischen Weber. Setze zunächst das Bild zuerst richtig zusammen (im Vollbildmodus [Button unten rechts] kannst du mehr Details erkennen). Carl Wilhelm Hübner: Die schlesischen Weber, Ölgemälde von 1844 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)     Aufgaben Autorin dieses Moduls: Sabine Braun Stichworte zum Modul Karikatur Weberaufstand Ursachen und Folgen | Vormärz | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | ... weiterlesen ...

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Revolution 1848 | Modul 7 | Quellen untersuchen: Gemälde | Geschichte(n) schreiben | Protest ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min

Achtung! | Vor diesem Modul solltest du das Modul Weberaufstand 1844 | Ursachen und Verlauf bearbeitet haben.

Berichte über den Weberaufstand 1844 in Schlesien verbreiteten sich rasch in allen deutschen Ländern. Besonders bekannt wurde das Gemälde Die schlesischen Weber. Setze zunächst das Bild zuerst richtig zusammen (im Vollbildmodus [Button unten rechts] kannst du mehr Details erkennen).

Carl Wilhelm Hübner: Die schlesischen Weber, Ölgemälde von 1844 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

 

 

Aufgaben

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Autorin dieses Moduls: Sabine Braun

Stichworte zum Modul Karikatur Weberaufstand Ursachen und Folgen | Vormärz | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Arbeitsblatt | Bildquelle | Quellen| Weberaufstand | Schlesische Weber

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Märzrevolution in Berlin https://segu-geschichte.de/maerzrevolution/ Mon, 14 Dec 2015 22:49:16 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=7727 Revolution 1848| Modul 8 | Quellen untersuchen: Zeitungsartikel | Aufstände und Straßenkämpfe ◻◻ mittel | ca. 30 min   Ausgelöst durch die Februarrevolution in Paris kam es 1848 in verschiedenen Städten und Regionen Europas zu Demonstrationen und bewaffneten Aufständen. Auch in deutschen Ländern gingen die Menschen gegen die herrschenden Könige und Fürsten auf die Straße. Anfang März des Jahres 1848 begann zuerst in Baden und Bayern, dann auch in Preußen die Revolution von 1848. Einer der Orte, an dem am heftigsten protestiert und für mehr Freiheitsrechte gekämpft wurde, war die preußische Hauptstadt Berlin. Eine der wichtigsten Zeitungen der Stadt, die „Königlich privilegirte Berlinische Zeitung“ (später, im Jahre 1911 wurde sie in die bekannte „Vossische Zeitung“ umbenannt) hatte ihren Redaktionssitz mitten ... weiterlesen ...

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Revolution 1848| Modul 8 | Quellen untersuchen: Zeitungsartikel | Aufstände und Straßenkämpfe ◻◻ mittel | ca. 30 min

Zeitung

 

Ausgelöst durch die Februarrevolution in Paris kam es 1848 in verschiedenen Städten und Regionen Europas zu Demonstrationen und bewaffneten Aufständen. Auch in deutschen Ländern gingen die Menschen gegen die herrschenden Könige und Fürsten auf die Straße. Anfang März des Jahres 1848 begann zuerst in Baden und Bayern, dann auch in Preußen die Revolution von 1848.

Einer der Orte, an dem am heftigsten protestiert und für mehr Freiheitsrechte gekämpft wurde, war die preußische Hauptstadt Berlin. Eine der wichtigsten Zeitungen der Stadt, die „Königlich privilegirte Berlinische Zeitung“ (später, im Jahre 1911 wurde sie in die bekannte „Vossische Zeitung“ umbenannt) hatte ihren Redaktionssitz mitten im Zentrum der Ereignisse – an der Breiten Straße unweit des Berliner Stadtschlosses, dem Sitz des preußischen Königs.

 

Aufgaben

Lies dir zunächst die folgenden fünf Berichte der Berlinischen Zeitung aus den Tagen zwischen dem 17. und dem 23. März 1848 durch. Die Quellen sind in der Originalfassung abgeschrieben. Du kannst sie dir, wenn du auf die Links klickst, auch selber ansehen.

 quellen

1 | Bearbeite das Quiz, indem du die Sätze aus den Zeitungsartikeln den richtigen Daten (17. März, 20. März oder 22./23. März) und dem jeweiligen Blickwinkel (Blick auf die Revolutionäre oder Blick auf den König und das Militär) zuordnest. Um das Quiz zu lösen, musst du noch einmal in die Quellen schauen. Kontrolliere dein Ergebnis (blauer Button unten rechts).

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Stichworte zum Modul Märzrevolution 1848 in Berlin | Revolution 1848 | Zeitungen | Textquellen | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Zensur: „Die gute Presse“ | Karikatur https://segu-geschichte.de/zensur/ Mon, 14 Dec 2015 09:36:36 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=7716 Revolution 1848 | Modul 6 | Quellen untersuchen: Karikatur | Gegenwartsbezug | Mediengeschichte ◻◻ mittel | ca. 20 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Im Vormärz versuchten die Könige und Fürsten der Staaten des Deutschen Bundes die demokratischen und nationalistischen Ideen zu unterdrücken. In den Karlsbader Beschlüssen von 1819 legten sie dafür unter anderem ein strenges Pressegesetz fest. Die rigide Pressezensur blieb über drei Jahrzehnte bestehen. 1847, also kurz vor der Revolution, erschien in der populären Zeitschrift „Der Leuchtturm“ folgende Karikatur. Unbekannter Zeichner: „Die gute Presse“ – Karikatur in der Zeitschrift „Leuchtturm“ von 1847 Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Aufgaben Falls die Anwendung nicht reagiert oder zum Vergrößern hier klicken!   Stichworte zum Modul ... weiterlesen ...

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Revolution 1848 | Modul 6 | Quellen untersuchen: Karikatur | Gegenwartsbezug | Mediengeschichte ◻◻ mittel | ca. 20 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min

Im Vormärz versuchten die Könige und Fürsten der Staaten des Deutschen Bundes die demokratischen und nationalistischen Ideen zu unterdrücken. In den Karlsbader Beschlüssen von 1819 legten sie dafür unter anderem ein strenges Pressegesetz fest. Die rigide Pressezensur blieb über drei Jahrzehnte bestehen. 1847, also kurz vor der Revolution, erschien in der populären Zeitschrift „Der Leuchtturm“ folgende Karikatur.

Presse Zensur

Unbekannter Zeichner: „Die gute Presse“ – Karikatur in der Zeitschrift „Leuchtturm“ von 1847

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Aufgaben

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Stichworte zum Modul Karikatur Die gute Presse | Vormärz | Zensur | Karlsbader Beschlüsse  | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Arbeitsblatt | Bildquelle | Quellen

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Widerstand gegen den Nationalsozialismus https://segu-geschichte.de/widerstand/ Thu, 15 Oct 2015 07:37:03 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=7338 Zweiter Weltkrieg | Modul 5 | Verstehen und urteilen | Protest | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Bodendenkmal an die Weiße Rose vor dem Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Adam Jones, Ph.D., White Rose Movement Public Memorial – Ludwig-Maximilians-Universitat – Munich – Germany – 04, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken   Die nationalsozialistische Diktatur wird heute dem Totalitarismus zugeordnet. Das bedeutet, dass die NSDAP uneingeschränkte Macht für sich beanspruchte und keinerlei politische Konkurrenz zuließ. Außerdem wirkte die Partei in alle Lebensbereiche der Menschen hinein. Beispielsweise wurden bereits alle Kinder und Jugendliche durch die Hitlerjugend „erfasst“, um sie im Sinne der NS-Ideologie zu beeinflussen und besonders die Jungen auf ... weiterlesen ...

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Zweiter Weltkrieg | Modul 5 | Verstehen und urteilen | Protest | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min

Bodendenkmal an die Weiße Rose vor dem Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Adam Jones, Ph.D., White Rose Movement Public Memorial – Ludwig-Maximilians-Universitat – Munich – Germany – 04, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

Die nationalsozialistische Diktatur wird heute dem Totalitarismus zugeordnet. Das bedeutet, dass die NSDAP uneingeschränkte Macht für sich beanspruchte und keinerlei politische Konkurrenz zuließ. Außerdem wirkte die Partei in alle Lebensbereiche der Menschen hinein. Beispielsweise wurden bereits alle Kinder und Jugendliche durch die Hitlerjugend „erfasst“, um sie im Sinne der NS-Ideologie zu beeinflussen und besonders die Jungen auf ihre Funktion als zukünftige Soldaten vorzubereiten.

Diesen Machtanspruch setzten die Nationalsozialisten (wie im Modul Durchsetzung der NS-Diktatur 1933 gesehen) von Anfang an mit großer Härte durch. Die große Mehrheit der Menschen im Deutschen Reich unterstützte das NS-Regime dabei. Es gab aber Personen oder Gruppen, die den Nationalsozialismus ablehnten. Diese Ablehnung reichte von Formen der Verweigerung und des Protests bis hin zum aktiven Widerstand. Als aktiver Widerstand wird der Einsatz von Gewalt bezeichnet – mit dem Ziel, die Diktatur zu stürzen. Die meisten Gegner begannen im Laufe des Zweiten Weltkriegs gegen das Regime Widerstand zu leisten.

Von Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft an war klar, dass sowohl die Parteiorganisationen als auch die Behörden wie die Geheime Staatspolizei (Gestapo) rigoros gegen jede Form des Protests oder des Widerstandes vorgingen. Die Gegner des NS-Regimes wurden verfolgt und eingeschüchtert, verhaftet und eingesperrt. Viele kamen in Konzentrationslagern ums Leben oder wurden hingerichtet. Deshalb erforderte es großen Mut, sich gegen den Nationalsozialismus aufzulehnen.

Der Protest und Widerstand ging von unterschiedlichen Personen oder Gruppen mit ganz unterschiedlichen Motiven aus. Auch wenn insgesamt nur ein sehr kleiner Anteil der Menschen gegen das Regime protestierte oder Widerstand leistete, gibt es eine lange Liste verschiedener Widerstandskämpfer und -gruppen (wie man in dieser Auflistung bei Wikipedia sehen kann). In diesem Modul lernst du unterschiedliche Personen und Gruppen beispielhaft kennen.

 

Aufgaben

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Stichworte zum Modul Widerstand gegen den Nationalsozialismus | Weiße Rose | 20. Juli 1944 | Arbeiterbewegung | Kreisauer Kreis | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Begriffe und Wissen

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Weberaufstand 1844 | Ursachen und Verlauf https://segu-geschichte.de/weberaufstand/ Tue, 08 Sep 2015 11:54:52 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=5457 Industrielle Revolution und soziale Frage | Modul 8 | Quellen untersuchen: Lied | Arm und Reich | Protest und Aufstände | ◻◻ mittel | ca. 30 min Unbekannter Zeichner, Karikatur aus der Zeitschrift „Fliegende Blätter“ von 1848 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Achtung! | Nach diesem Modul kannst du auch noch das Modul Weberaufstand 1844 | Folgen und Wirkung bearbeiten. Proteste gegen die schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen hatte es auch schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegeben. Einer der bekanntesten und ersten sozialen Proteste im Zuge der Industrialisierung in den deutschen Ländern war der Weberaufstand in Schlesien von 1844. In dieser Zeit hatte sich sich die Tuchproduktion stark verändert: Wurden Tücher und Stoffe ... weiterlesen ...

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Industrielle Revolution und soziale Frage | Modul 8 | Quellen untersuchen: Lied | Arm und Reich | Protest und Aufstände | ◻◻ mittel | ca. 30 min

WeberaufstandUnbekannter Zeichner, Karikatur aus der Zeitschrift „Fliegende Blätter“ von 1848 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Achtung! | Nach diesem Modul kannst du auch noch das Modul Weberaufstand 1844 | Folgen und Wirkung bearbeiten.

Proteste gegen die schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen hatte es auch schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegeben. Einer der bekanntesten und ersten sozialen Proteste im Zuge der Industrialisierung in den deutschen Ländern war der Weberaufstand in Schlesien von 1844. In dieser Zeit hatte sich sich die Tuchproduktion stark verändert: Wurden Tücher und Stoffe bisher von einzelnen Webern in Heimarbeit hergestellt, verlagerte sich die Produktion jetzt zunehmend in Fabriken mit mechanischen Webstühlen. Textilien konnten so erstens in besserer Qualität und zweitens schneller und damit viel günstiger gewebt werden. Die Weber bekamen für ihre Waren deshalb immer weniger Geld. Viele Familien gerieten in große Not, auch weil Missernten in den 1840er Jahren dazu führten, dass Lebensmittel immer teurer wurden.

 

Anonymer Verfasser

Das Blutgericht

Lied der Weber in Peterswaldau und Langenbielau

Der Verfasser des Textes lässt sich nicht mehr feststellen, wahrscheinlich wurde es von mehreren Autoren geschrieben | Das Gedicht ist hier in der  damaligen Rechtschreibung abgedruckt | Quelle: Herrmann Püttmann: Bürgerbuch für 1845 S. 199-202

1 | Hier im Ort ist das Gericht,

viel schlimmer als die Vehmen,

wo man nicht mehr ein Urtheil spricht,

das Leben schnell zu nehmen.

2 | Hier wird der Mensch langsam gequält,

hier ist die Folterkammer,

hier werden Seufzer viel gezählt

als Zeugen von dem Jammer.

3 | Die Herren Zwanziger die Henker sind,

die Diener, ihre Schergen,

davon ein Jeder tapfer schind’t,

anstatt was zu verbergen.

4 | Ihr Schurken all‘, ihr Satansbrut!

Ihr höllischen Cujone!

Ihr freßt der Armen Hab‘ und Gut,

und Fluch wird euch zum Lohne!

5 | Ihr seid die Quelle aller Noth,

die hier den Armen drücket,

Ihr seid’s, die ihr das trockne Brod

noch von dem Munde rücket.

6 | Was kümmerts euch, ob arme Leut‘

Kartoffeln kauen müssen,

wenn ihr nur könnt zu jeder Zeit

den besten Braten essen?

7 | Kommt nun ein armer Webersmann,

die Arbeit zu besehen,

findt sich der kleinste Fehler dran,

wird’s ihm gar schlecht ergehen.

8 | Erhält er dann den kargen Lohn,

wird ihm noch abgezogen,

zeigt ihm die Thür mit Spott, und Hohn

kommt ihm noch nachgeflogen.

9 | Hier hilft kein Bitten, hilft kein Fleh’n,

umsonst sind alle Klagen;

gefällts Euch nicht, so könnt ihr gehen,

am Hungertuche nagen.

10 | Nun denke man sich diese Noth

und Elend dieser Armen;

zu Hause keinen Bissen Brod,

ist das nicht zum Erbarmen?

Worterklärungen | Vehme: Anspielung auf Vehmengerichte, die illegal geheime Rechtsprechung ausübten | Die Herren Zwanziger: Fabrikanten in Peterswaldau | Scherge: jemand, der im Auftrag eines anderen gewalttätig wird | Cujon/Kujon: jemand, der als gemein und niederträchtig angesehen wird

 

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Stichworte zum Modul Weberaufstand 1844 | Industrielle Revolution | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Protest | Arbeiter | Unternehmer

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Bauernkrieg | Geschichts“bild“ https://segu-geschichte.de/bauernkrieg/ Tue, 08 Sep 2015 11:07:29 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=5425 Reformation | Proteste und Kriege | Modul 4 | Darstellung untersuchen: Panorama-Gemälde | Krieg |  ◻◻◻ schwer | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min Schlachtberg bei Bad Frankenhausen, links das Panorama-Museum, Foto von 2013 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (H.Stolze, Schlachtberg, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken   Proteste gab es im 16. Jahrhundert nicht nur gegen die Kirche. In der frühen Neuzeit lebten im deutschsprachigen Raum noch etwa 80 Prozent der Menschen auf dem Land (heute nur noch etwa ein Viertel). Die meisten Bauern waren damals abhängig von ihren Grundherren, denen sie einen Teil ihrer Erträge abgeben mussten. Noch größer war die Abhängigkeit, wenn die Bauern Leibeigene der Grundherren waren. Kam es zu Missernten, gerieten die ... weiterlesen ...

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Reformation | Proteste und Kriege | Modul 4 | Darstellung untersuchen: Panorama-Gemälde | Krieg ◻◻◻ schwer | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min

BauernkriegSchlachtberg bei Bad Frankenhausen, links das Panorama-Museum, Foto von 2013 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (H.Stolze, Schlachtberg, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

Proteste gab es im 16. Jahrhundert nicht nur gegen die Kirche. In der frühen Neuzeit lebten im deutschsprachigen Raum noch etwa 80 Prozent der Menschen auf dem Land (heute nur noch etwa ein Viertel). Die meisten Bauern waren damals abhängig von ihren Grundherren, denen sie einen Teil ihrer Erträge abgeben mussten. Noch größer war die Abhängigkeit, wenn die Bauern Leibeigene der Grundherren waren. Kam es zu Missernten, gerieten die Menschen auf dem Land schnell in existenzielle Not.

1524 und 1525 erhob sich die Landbevölkerung in verschiedenen Regionen vor allem in Mittel- und Süddeutschland, der nördlichen Schweiz und im Westen Österreichs gegen ihre Grundherren und forderten ihre Rechte ein. Der im März 1525 in Memmingen verfasste Katalog der sogenannten 12 Artikel gilt heute als ein erster wichtiger Versuch, Freiheits- und Menschenrechte durchzusetzen. Doch die Grundherren und Fürsten wollten solchen Forderungen nicht nachgeben. Die Landbevölkerung organisierte sich daraufhin an vielen Orten in Bauernheeren. In verschiedenen Schlachten wurden diese schlecht organisierten und ausgerüsteten Heere von den Truppen der Fürsten vernichtend geschlagen. Nach Schätzungen kamen über 70.000 Menschen ums Leben – die meisten auf der Seite der Aufständischen.

Die Aufstände und Schlachten von 1524/25 werden in der Geschichtsschreibung als Deutscher Bauernkrieg (oder auch: „Revolution des gemeinen Mannes“) bezeichnet. Der Bauernkrieg wurde besonders in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) als positives Ereignis der Vergangenheit bewertet. Im Sinne des Marxismus galt die Erhebung der Bauern gegen ihre Grundherren als wichtiger Schritt hin zu einer Gesellschaft, in der die Menschen sich von wirtschaftlichen Abhängigkeiten befreit haben. In der Nähe der Kleinstadt Bad Frankenhausen in Thüringen ereignete sich im Mai 1525 eine der entscheidenden Schlachten des Bauernkrieges. In den 1970er Jahren wurde dort der Bau eines großen Panorama-Museums begonnen. In dem Rundbau befindet sich ein 1722 Quadratmeter großes Gemälde, das die Zeit des Bauernkriegs mit über 3000 Figuren darstellt. Der Künstler Werner Tübke malte zwölf Jahre an dem Bild. Eröffnet wurde das Museum im Herbst 1989.

In diesem Modul lernst du das Gemälde kennen – und sollst der Frage nachgehen, warum mit dem Erinnern an Ereignisse der Vergangenheit und mit Geschichts“bildern“ oft auch politische Interessen verfolgt werden.

 

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Stichworte zum Modul Bauernkriegspanorama | Bauernkrieg | Reformation | Kriege | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht |Geschichtsbild | Bad Frankenhausen

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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