Aristoteles

lebte 384-322 v. Chr. und ist neben Platon der fruchtbarste griechische Philosoph. Er stammt aus einer angesehenen und wohlhabenden Arztfamilie der makedonischen Stadt Stagira auf der Halbinsel Chalkidike und erhielt die beste damals mögliche Ausbildung.

367 kam Aristoteles 17 jährig nach Athen, um die vom damals schon 60 jährigen Platon geleitete Wissenschafts- und Philosophieschule, die Akademie, zu besuchen. Sie war zu dieser Zeit der Treffpunkt für viele hervorragende Gelehrte aus allen Teilen Griechenlands.

Sehr bald erkannte Platondie außerordentliche Begabung des jungen Aristoteles, dem man in der Akademie bald den Spottnamen "der Leser" gab, weil er Bücher nicht nur "hörte" (Bücher wurden damals durch öffentlichen Vortrag vermittelt). sondern als einer der ersten zum heute noch üblichen stillen Bücherlesen weiterschritt und sich aus dem, was er las, eine große Exzerptensammlung anlegte. 347, im Todesjahr Platons, verließ der makedonenfreundliche Aristoteles das damals antimakedonisch eingestellte Athen.



Die Kategorien des Aristoteles

In Assos an der kleinasiatischen Küste und ab 245 in Mytilene auf der Insel Lesbos, setzte er seine wissenschaftliche Forschungstätigkeit fort, allerdings mit bereits spürbarer Verschiebung des Interesses. Hier lernte er seinen Lieblingsschüler, den späteren wissenschaftlichen Erben und Fortsetzer seines Werkes, Theophrast, kennen.

(vgl. Glossar -> Aristoteles)

Quelle: dtv-Atlas S. 47