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| Ressourcen im Gesundheitswesen |
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| Gesundheitswesen als wichtiger
Arbeitgeber |
Mehr als jeder zehnte Erwerbstätige arbeitet im Gesundheitssektor, das sind rund 496 000 Personen. Damit ist das Gesundheitswesen einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Schweiz. Gemäss einer Studie des Beratungsunternehmens Infras sind mit dem Gesundheitssektor rund 525 000 Vollzeitäquivalenten verbunden. Dies entspricht rund 17 Prozent der Gesamtbeschäftigung.
Zwischen 1970 und 2006 hat sich die Zahl der praktizierenden Ärzte von 5 500 auf 15 532 erhöht. Während bei den Apotheken bis 2000 eine Zunahme zu verzeichnen war, schlossen zwischen 1985 und 2005 fast 400 Drogerien. |
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| Anz.
Erwerbstätige 2006 nach Wirtschaftszweigen |
Quelle: Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2007.
Bundesamt für Statistik, Neuchâtel. |
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| Ressourcen
im Gesundheitswesen |
Quelle: Verbindung der Schweizer Ärzte (FMH), Bern. IMS Health GmbH, Hergiswil.
Schweizer Physiotherapie-Verband fisio, Sursee. Schw. Chiropraktoren-Gesellschaft (SCG), Bern. |
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| 125 703 Vollzeitstellen in Spitälern |
Die Spitäler in der Schweiz sind nicht nur für die medizinische Versorgung der Bevölkerung zuständig, sie sind auch wichtige Arbeitgeber. Im Jahr 2005 wurden in Schweizer Spitälern 125 703 Vollzeitstellen gezählt.
In den 334 statistisch erfassten Spitälern gab es 2005 rund 1.1 Millionen stationäre und 272 000 teilstationäre Behandlungen (eintägiger Spitalaufenthalt). Insgesamt wurden 1.4 Millionen Hospitalisationen registriert. Die Spitalpflege dauerte durchschnittlich 11.7 Tage. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich damit reduziert, ist im internationalen Vergleich aber weiterhin hoch. Der Aufenthalt in einem Spital kostete pro Patient und Tag 1 077 Franken. Die Spitalaufenthalte werden insgesamt zwar kürzer gleichzeitig aber kostenintensiver. Wobei die Kosten nach Versorgungsstufe der Spitäler variieren: In kleinen Betrieben der Grundversorgung kostet ein Pflegetag im Schnitt 852 Franken, in den Universitätsspitälern 2 142 Franken. Im Vergleich zu den Akutspitälern waren die Kosten pro Pflegetag in den Spezialkliniken der Psychiatrie, Geriatrie oder in anderweitig spezialisierten Betrieben deutlich niedriger. |
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| Der
Spitalsektor |
Quelle: Krankenhausstatistik und Statistik der sozialmedizinischen Institutionen, diverse Jahrgänge.
Bundesamt für Statistik, Neuchâtel. Interpharma, eigene Berechnungen.
Quelle: OECD Health Data 2007, OECD, Paris. |
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| Kosten des Gesundheitswesens
nach Leistungen |
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| Stärkere Zunahme im ambulanten
Bereich |
Im Jahr 2005 betrugen die Kosten für stationäre Behandlungen rund 24.3 Milliarden Franken, für ambulante Behandlungen 16 Milliarden Franken. Mit einer Zunahme von 6.6 Prozent weist der ambulante Bereich im Vergleich zum Vorjahr die stärkste Kostensteigerung auf. Die Ausgaben für Medikamente lagen bei 5.5 Milliarden Franken, während die Verwaltung Kosten in der Höhe von über 2.5 Milliarden Franken verursachte. Für die Prävention wurde etwas mehr als eine Milliarde Franken ausgegeben.
Der Anteil der stationären Versorgung in Akutspitälern an den Gesundheitsausgaben hat sich von 29.8 Prozent im Jahr 1996 auf 26.7 Prozent im Jahr 2005 verringert. Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Kosten für die ambulante Behandlung in den Spitälern markant von 3.8 Prozent auf 6.7 Prozent.
Der Anteil der in Drogerien und Apotheken abgegebenen Medikamente an den Gesamtkosten ist seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Jahr 1996 gleich geblieben. Leicht zugenommen hat hingegen der Anteil der durch Ärzte abgegebenen Arzneimittel. |
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| Kosten
des Gesundheitswesens nach Leistungen |
| Quelle: Kosten des Gesundheitswesens. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, August 2007. |
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| Aufteilung der Gesundheitskosten
nach Leistungen |
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| Anteil der Medikamente an Gesundheitskosten 10.5 Prozent |
| Die Kosten des Gesundheitswesens sind gegenüber 2004 um 2.0 Prozent gestiegen und betrugen im Jahre 2005 insgesamt 52.7 Milliarden Franken. Diese Zunahme liegt unter der durchschnittlichen jährlichen Kostensteigerung von 4 Prozent zwischen 1995 und 2005. Der grösste Anteil an den Gesundheitskosten macht mit 46.2 Prozent die stationäre Behandlung aus. Der Anteil der Medikamente hat sich mit 10.5 Prozent der Gesundheitskosten auf tiefem Niveau stabilisiert. |
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| Aufteilung
der Gesundheitskosten nach Leistungen 2005 |
| Quelle: Kosten des Gesundheitswesens. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, August 2007. |
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| Entwicklung der Gesundheitskosten
nach Leistungen |
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| Ausgaben für Medikamente stabil |
| Seit 1960 ist der Anteil der Leistungen an den Gesundheitskosten für Gesundheitsgüter, hauptsächlich Medikamente, beinahe um die Hälfte von 24.2 Prozent auf 12.7 Prozent im Jahr 2005 zurückgegangen. In den letzten Jahren ist der Medikamentenanteil praktisch stabil geblieben, während der ambulante und der stationäre Bereich am stärksten zugenommen haben. Gleichzeitig verbessern neue Therapien die Lebensqualität und erhöhen die Heilungs- und Überlebenschancen. Heute sind sechs von zehn Menschen mit Krebs fünf Jahre nach der ersten Diagnose noch am Leben. |
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| Entwicklung
der Gesundheitskosten nach Leistungen |
| Quelle: Kosten des Gesundheitswesens. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, August 2007. |
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| Entwicklung
der Gesundheitskosten nach Leistungen |
Quelle: Schweizerische Sozialversicherungsstatistik diverse Jahrgänge. Bundesamt für Gesundheit, Bern.
Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, August 2007. |
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| Kosten des Gesundheitswesens
nach Direktzahler und Finanzierungsträger |
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| Knapp zwei Drittel der Gesundheitskosten
durch private Haushalte getragen |
| Die Gesundheitskosten in der Höhe von rund 53 Milliarden Franken werden über verschiedene Kanäle abgegolten. Etwa die Hälfte tragen die Sozial- und Privatversicherungen. Rund ein Drittel bezahlen die Haushalte direkt an die Leistungserbringer. Tatsächlich übernehmen sie aber knapp zwei Drittel der Finanzlast in Form von Prämien, Steuern und Direktzahlungen. |
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Kosten des Gesundheitswesens
nach Direktzahler und Finanzierungsträger 2005 |
| Quelle: Kosten des Gesundheitswesens. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, August 2007. |
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| Preisindizes des Gesundheitswesens |
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| Preisindex für Arzneimittel
tiefer als vor zehn Jahren |
Seit 1995 hat der Spitalindex mit 19.2 Punkten am stärksten zugenommen. Der Preisindex der ärztlichen Leistungen ist seit etwa acht Jahren stabil, während der Preisindex für Arzneimittel nach einem Höchststand im Jahr 1996 markant gesunken ist. Mit 87.0 Punkten im Jahr 2006 liegt er sogar tiefer als 1995. Diese Entwicklung ist vor allem auf den Preisvergleich bei neuen kassenpflichtigen Präparaten mit dem Durchschnittspreis in wirtschaftlich
vergleichbaren Staaten Europas zurückzuführen. Verschiedene Preissenkungsrunden bei patentabgelaufenen Medikamenten, unterstützt von den Arzneimittelherstellern, haben ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen. Zudem sind neue Medikamente nicht teurer als diejenigen in anderen europäischen Ländern, die mit der Schweiz vergleichbar sind.
Im Preisindex für Arzneimittel sind die rund 200 Medikamente in den zehn umsatzstärksten Behandlungskategorien erfasst. Er zeigt deren Preisverlauf über die Jahre auf, gibt jedoch keine Auskunft über die Entwicklung des tatsächlich bezogenen Leistungsvolumens. |
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| Medikamenten-Preisvergleich
Schweiz–Deutschland |
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| Medikamentenpreise sind gesunken |
Die in den letzten Jahren lancierten Massnahmen zur Kostendämpfung im Pharmabereich greifen. Ein Preisvergleich vom Mai 2007 zwischen der Schweiz und Deutschland zeigt, dass bei den nicht patentgeschützten Medikamenten sowohl die Herstellerpreise als auch die Publikumspreise der Top-200 Medikamente unter dem Preisniveau von Deutschland liegen. Der Preisabstand hat sich zwischen März 2006 und Mai 2007 deutlich verringert. Das heisst, die Preissenkungen, die per 1. April 2006 beziehungsweise per 1. Juli 2006 umgesetzt wurden, wirken. Die angestrebten Einsparungen von 250 Millionen Franken wurden nicht nur erreicht, sondern überschritten: Rund 369 Millionen Franken wurden eingespart.
Die Einsparungen von insgesamt rund 369 Millionen Franken resultieren aus der Einführung des differenzierten Selbstbehalts und aus Preissenkungen von insgesamt 1 779 unterschiedlichen Packungen in der Zeit zwischen Dezember 2004 und September 2006. Die durchschnittliche Preisreduktion bei den preisüberprüften patentabgelaufenen Medikamenten liegt bei 33.1% (Herstellerpreise).
Die umgesetzten Massnahmen basieren auf einer Vereinbarung zwischen der Pharmaindustrie und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) vom September 2005. Zu den Massnahmen gehören nebst den Sofortmassnahmen die regelmässige Überprüfung der Preise durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie die Förderung der Generika. |
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| Medikamenten-Preisvergleich
Schweiz – Deutschland |
| Quelle: Interpharma; e-mediat. Stand 1. Mai 2007. |
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| Warenkorb mit Gewichtung
2007 |
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| Landesindex der Konsumentenpreise |
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) misst die Preisentwicklung der für die privaten Haushalte bedeutenden Waren und Dienstleistungen*. Den Änderungen im Konsumverhalten wird durch eine jährliche Anpassung und Neugewichtung des Warenkorbs Rechnung getragen.
Die Gewichtungsgrundlage bildet die ab dem Jahre 2000 jährlich
durchgeführte Einkommens- und Verbrauchserhebung. Die Neugewichtung 2007 des Warenkorbs basiert auf den Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchserhebung 2005. Bei rund 3 000 aus dem Telefonverzeichnis zufällig ausgewählten Haushalten sind die Ausgaben erhoben und zu einer durchschnittlichen Ausgabenstruktur hochgerechnet worden. Ausgehend von dieser Ausgabenstruktur wurden die einzelnen Warenkorbpositionen gewichtet. Für einzelne Bereiche wurden zusätzlich Marktforschungsdaten beigezogen.
* Ohne Transferausgaben (Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien etc). |
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| Entwicklung
des Konsumentenpreisindex |
| Quelle: Landesindex der Konsumentenpreise. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel. |
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| Warenkorb
mit Gewichtung 2007 |
Quelle: Landesindex der Konsumentenpreise, Gewichtung 2007,
Bundesamt für Statistik, Neuchâtel. |
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| Entwicklung der Indizes
des BIP, der Gesundheitskosten und der monatlichen Durchschnittsprämien |
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| Prämien steigen weniger stark an |
Im Jahr 2005 betrugen die gesamten Ausgaben für das Gesundheitswesen rund 52.7 Milliarden Franken. Zwischen 1996 und 2005 sind die Gesundheitskosten um 39 Prozent angestiegen, während sich die Prämien in der Grundversicherung im gleichen Zeitraum viel stärker erhöht haben (+67.5 Prozent). Nachdem die Krankenkassenprämien vor 2003 stark angestiegen sind, haben sie sich in den letzten Jahren etwas stabilisiert.
Die Ausgaben für das Gesundheitswesen sind zwischen 1996 und 2005 prozentual stärker gewachsen als das Bruttoinlandprodukt. Diese Entwicklung war auch zwischen 1985 und 1995 zu beobachten. Im Jahr 2005 stiegen die Gesundheitskosten weniger stark als im Vorjahr, nämlich um 2 Prozent. Der im Gegensatz zur Beobachtungsperiode 1990 – 1992 etwas abgeflachte Anstieg der Gesundheitskosten verläuft nahezu linear. Von einer «Explosion» der Gesundheitsausgaben kann aufgrund dieser Entwicklung nicht gesprochen werden. |
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| Entwicklung
der Indizes des BIP, der Gesundheitskosten und der
monatlichen Durchschnittsprämien |
| Quelle: Bundesamt für Statistik, Neuchâtel; Statistik der obligatorischen Krankenversicherung, Bundesamt für Gesundheit, Bern. |
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| Entwicklung der Gesundheitsausgaben,
gemessen am BIP in verschiedenen Ländern |
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| Höhere Gesundheitsausgaben
in Industriestaaten |
Im Jahr 2005 betrugen die Ausgaben für das Gesundheitswesen
in der Schweiz schätzungsweise 11.6 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Seit 1970 ist dieser Anteil um 6.1 Prozentpunkte gestiegen.
Werden die Ausgaben für das Gesundheitswesen mit dem Ausland verglichen, liegt die Schweiz auf dem zweiten Platz hinter den USA und vor Frankreich. In den USA beliefen sich die Gesundheitsausgaben 2005 auf 15.3 Prozent des BIP.
Die Gesundheitskosten in den verschiedenen Ländern decken nicht immer die gleichen Segmente ab, sodass ein internationaler Vergleich nur bedingt möglich ist. |
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| Entwicklung
der Gesundheitsausgaben, gemessen am Bruttoinlandprodukt
(BIP) in verschiedenen Ländern |
| Quelle: OECD Health Data 2007, OECD, Paris. |
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